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Dual Career Service soll helfen Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen

Gerade im Bereich Wissenschaft ist es nicht immer einfach, Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen. Wenn beide Partner eine Karriere in der Wissenschaft anstreben, dann bedeutet das in den meisten Fällen getrennte Wohnungen. Außerdem lassen projektbedingte Zeitverträge häufige Umzüge europaweit zur Gewohnheit werden – nicht gerade die besten Bedingungen, um eine Familie zu gründen.

Um die Vereinbarkeit von (universitärem) Beruf und Familie in Deutschland zu verbessern, hat der Deutsche Hochschulverband im letzten Jahr ein Best-Practive-Paper zum Thema Dual Career verfasst, das die Universitäten dazu auffordert, beim Kampf um gefragte Wissenschaftler auch ein Stellenangebot für den Lebenspartner an der Universität oder in der Region als Anreiz anzubieten.

Inzwischen gibt es 50 Karriere-Beratungszentren an deutschen Unis und auch in der Wirtschaft hat man erkannt, dass man sich auch um den Partner kümmern muss, wenn man Top-Fachkräfte für sich gewinnen will. Über einen Dual Career Service (DC) wird also an Hochschulen und in Unternehmen versucht, den Umzug auch für den Partner oder die Partnerin attraktiv zu machen. Zwar geben die Dual Career Center keine Jobgarantie, doch sie informieren über offene Stellen und interessante Angebote und unterstützen außerdem bei der Suche nach Wohnungen, Schulen und Kindergärten oder organisieren Sprach- und Weiterbildungskurse.

Vor allem beim Thema Arbeiten im Ausland spielt der Familienservice eine entscheidende Rolle. In Bezug auf die rund 1700 Expats, die der Stuttgarter Technologiekonzern Robert Bosch unter Vertrag hat, bestätigt die Projektleiterin Heidi Stock Chancengleichheit, wodurch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie eine immer wichtigere Rolle spielt: 'Die Berufstätigkeit des Partners wird bei Entsendungen zunehmend thematisiert.'

Quelle: zeit.de, academics.de
Bild: Lea M. (Pixelio)

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