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Einkommensstudie 2010: Gehälter der Ingenieure steigen wieder

Der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) kann in seiner 'Einkommensstudie 2010' gute Nachrichten vermelden: Der durch die jüngste Finanzkrise ausgelöste Auftragsrückgang ist gestoppt und die Gehälter ziehen wieder an. Gleichzeitig steigen aber auch die Arbeitszeiten.

Nach Einschätzung des VDI werden sich die Spuren der Krise nicht mehr lange durch die Gehaltsabrechnungen der Ingenieure ziehen. Das Bruttojahresgehalt eines Ingenieurs mit mehr als zwei Jahren Berufserfahrung liege derzeit bei durchschnittlich 54.622 Euro. Die Chemie- und Pharmaindustrie zahlt nach wie vor am besten, dort betragen die Durchschnittsgehälter 61.400 Euro. Allerdings ist der große Vorsprung, den diese Branche noch in der letzten Studie aus dem Jahr 2009 einnahm, geschmolzen. Dahinter folgen der Maschinen- und Anlagenbau, der Fahrzeugbau und die Elektrotechnik mit 56.000 Euro.

Berufsanfänger können nach erfolgreich abgeschlossenem Studium mit einem Jahresgehalt von rund 40.800 Euro rechnen. Eine positive Entwicklung ist, dass sich das Ost-West-Gefälle binnen zwei Jahren halbiert hat. Der Lohnunterschied zwischen der Top-Region Stuttgart und der ostdeutschen Vergleichsregion Dresden ist auf 9. 500 Euro gesunken.

Während sich die Art des Studienabschlusses nicht mehr so im Gehalt niederschlägt und Master-Absolventen von Universitäten und Technischen Hochschulen kaum mehr als Diplom-Ingenieure verdienen, zahlt sich Auslandserfahrung aus. Wer mindestens ein Jahr jenseits der Landesgrenze verbracht hat, kann je nach Position zwischen 4 und 12 Prozent mehr Gehalt abgreifen.

Einen Abstand gibt es allerdings weiterhin zur Fachhochschule. FH-Absolventen bekommen ein durchschnittliches Einstiegsgehalt von 40.200 Euro, während die Uni- und TH-Absolventen mit 42.575 Euro entlohnt werden.

Quelle: faz.net
Bild: matze_ott (Flickr)

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