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Existenzgründung: Deutsche haben Angst vor dem Risiko

Jeder dritte Deutsche findet eine Selbstständigkeit attraktiv. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Entrepreneurship Centers der Münchner Ludwig-Maximilian-Universität, die im Auftrag des ameriaknischen Direktvertrieb-Unternehmens Amway durchgeführt wurde.

Insgesamt 2.000 Bundesbürger ab 14 Jahren wurden im Rahmen der Studie zu ihrer Einstellung bezüglich einer Existenzgründung gefragt. Vor allem junge Menschen zwischen 14 bis 29 Jahren können sich gut vorstellen, ein eigenes Unternehmen zu gründen. Als wichtigsten Grund für den Schritt in die Selbstständigkeit nannten 58 Prozent der Umfrage-Teilnehmer den Drang nach Unabhängigkeit. Danach folgen die Hoffnung auf zusätzliche Verdienstmöglichkeiten sowie auf Eigeninitiative und Selbstverwirklichung. Fast ebenso viele Befragte gehen davon aus, dass sich ein eigenes Geschäft besser mit einer Familie vereinbaren lässt.

Doch die Angst vor dem Scheitern ist bei den notorisch pessimistischen Deutschen groß. Knapp zwei Drittel der Befragten würden eine Selbstständigkeit zunächst nur im Nebenerwerb testen. Lediglich jeder Fünfte würde sich trauen, direkt ins kalte Wasser zu springen und seine Festanstellung für eine Existenzgründung riskieren.

So attraktiv vielen eine selbstständige Tätigkeit auch erscheinen mag, so halten doch 70 Prozent der Deutschen eine Existenzgründung für riskant und kompliziert umzusetzen. Als größte Hürden sehen sie mangelnde Wirtschaftskenntnisse (73 Prozent), geringe Risikobereitschaft (71 Prozent) und fehlendes Startkapital (85 Prozent).

Dabei ist die finanzielle Förderung von Gründungen in Deutschland objektiv betrachtet eine der besten in Europa. Allerdings muss man als angehender Existenzgründer die Angebote kennen, auf die man zugreifen kann. Da hilft nur eins: Informieren, recherchieren, beraten lassen!

Quelle: wiwo.de
Bild: USFS Region 5 (Flickr)

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