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Existenzgründung: Wer planvoll und strukturiert startet ist gut beraten

Ob mit einer Imbissbude, einem Partyservice, einer Schneiderei, einem Handwerksbetrieb oder einem eigenen Laden: In Zeiten von Massenentlassungen, Kurzarbeit und Finanzkrise scheint der Sprung in die Selbständigkeit für viele ein möglicher Ausweg zu sein. Doch Achtung: Eine gute Geschäftsidee allein reicht nicht. Businesspläne müssen erstellt, Kosten überdacht und Hilfen beantragt werden. Das alles überfordert einen potenziellen Unternehmensgründer schnell. Wir stellen wichtige Schritte auf dem Weg in die Selbständigkeit vor.

Beraten lassen: Industrie- und Handelskammern (IHK) sowie die bundesweiten Handwerkskammern (HWK) bieten Beratungen und Seminare rund um die Existenzgründung an. Wenn es um technische Ideen geht, sind Technologie- und Gründerzentren gute Ansprechpartner. Zudem gibt es Gründernetzwerke, Unternehmensberatungen, Frauenberatungsstellen, Hochschulgründerzentren sowie Vereine und Verbände, die potenziellen Jungunternehmern den Weg in die Selbständigkeit durch die Vermittlung von Basiswissen erleichtern.

Businessplan schreiben: Ohne ein Konzept geht gar nichts. Der Businessplan sollte schon vor dem ersten Gespräch mit der Bank fertig sein. Erstens dient er der Vorbereitung und zweitens zwingt er den Jungunternehmer, sich ausführlich mit seinem Konzept und der Kalkulation zu beschäftigen. Nur wer sich selbst mit den Zahlen, Chancen und Risiken seiner Idee auseinandergesetzt hat, kann unangenehme Fragen des Bankberaters parieren.

KfW-Programme: Die KfW Mittelstandsbank vegibt zinsgünstige Darlehen. Für Existenzgründer, die maximal 50.000 Euro benötigen, eignet sich das sog. KfW-Startgeld. Wer mehr Geld benötigt, ist mit dem Programm "ERP-Kapital für Gründungen" gut beraten. Vermittelt werden die Kredite in der Regel von der Hausbank des Gründers.

Gründungszuschuss: Arbeitslose, die sich selbstständig machen wollen, können bei der Agentur für Arbeit den sog. Gründungszuschuss beantragen. Er erhält dann neun Monate lang eine Förderung in Höhe des individuellen Arbeitslosengeldes, also meist 67 Prozent des früheren Nettolohns. Hinzu kommt eine Pauschale von 300 Euro für Sozialversicherungsbeiträge.

Idee verständlich machen: Um den Banker vom Gründungskonzept zu überzeugen, sollte man die Geschäftsidee so einfach wie möglich erklären. Bei technischen Innovationen empfiehlt es sich, ggf. einen Prototyp, Fotos oder eine kleine Präsentation mitzubringen.

Business Angels: Eine Alternative zum Bankkredit kann die Beteiligung eines Business Angels (BA) sein, der Eigenkapital investiert und ein Teil des Risikos trägt. Meist zieht der „Wagniskapitalgeber“ sich nach einiger Zeit zurück und verkauft seine Anteile. Daher sind BAs vor allem an innovativen Gründungen mit hohem Wachstumspotenzial interessiert.

Focus.de, karriere.de, kfw-mittelstandsbank.de
Bild: Steve Lyon (Flickr)

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