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Exit-Gespräche: Auf ein (letztes) Wort

Immer mehr Unternehmen führen so genannte Exit-Gespräche mit Mitarbeitern, die von sich aus gekündigt haben. Diese Austrittsgespräche helfen dabei, die Gründe für den Weggang systematisch zu erforschen und auf diese Weise Schwachpunkte oder Missstände im Unternehmen festzustellen und zu beheben.

Auf diese Weise können Exit-Gespräche zahlreiche positive Effekte haben: Gesteigerte Mitarbeiterbindung, geringere Fluktuation und verbessertes Arbeitsklima steigern sowohl die Produktivität als auch die Attraktivität des Arbeitgebers.

Auch für den scheidenden Arbeitnehmer lohnt sich das Exit-Interview, egal ob es darum geht durch die Aufdeckung von Missständen den Boden für eine spätere Rückkehr zu ebnen, oder sich einfach mal alles von der Seele zu reden, was einen seit Jahren belastet hat. Dabei sollte das Exit-Gespräch allerdings nicht zur Generalabrechnung ausarten.

Die in der Regel halbstündigen Exit-Interviews sollten möglichst standardisiert ablaufen und es sollte ein bestimmter Fragenkatalog abgearbeitet werden. Auf diese Weise entsteht eine vergleichbare Datengrundlage. Neben dem Kündigungsgrund wird dabei auch erfragt, was das Unternehmen hätte tun können, um den Mitarbeiter zu halten und ob er sich unter bestimmten Bedingungen vorstellen könnte, in der Zukunft noch einmal für diesen Arbeitgeber tätig zu werden.

Meist werden die Austrittsgespräche von internen oder externen Personalreferenten geführt, also nicht von den direkten Vorgesetzten des Mitarbeiters. 'Dann ist die Bereitschaft, sich zu öffnen, größer', weiß Sophia von Rundstedt, Geschäftsführerin der gleichnamigen Personalberatung. Natürlich kann kein Mitarbeiter dazu gezwungen werden, über seine Kündigungsgründe zu sprechen. Die Exit-Interviews sind freiwillig und können auf Wunsch auch anonymisiert werden.

Quelle: faz.net, business-wissen.de
Bild: Peter Kirchhoff, S. Hofschlaeger (Pixelio)

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