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Fahrlehrerausbildung - Studium an einer Ausbildungsfahrschule

Wer in Deutschland Ausbildungen durchführen möchte, braucht in der Regel eine entsprechende Befähigung und eine Erlaubnis. Das gilt in gleicher Weise, wenn es darum geht Fahrschüler auszubilden. Hier wird eine Fahrlehrerlaubnis benötigt, die es nach der Absolvierung einer Fahrlehrerausbildung gibt. Bei den Fahrlehrerlaubnissen ist zu unterschieden zwischen der Grundfahrlehrerlaubnis PKW „BE" und den einzelnen Erweiterungen Motorrad „A", LKW „CE" und Bus „DE".

Nachweis der persönlichen und fachlichen Eignung

Der Gesetzgeber ermöglicht im Rahmen der Fahrlehrerausbildung den Erwerb einer Fahrlehrerlaubnis unabhängig von einem bisherigen Beruf und Tätigkeit. Künftige Fahrlehrer müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Das geltende Fahrlehrergesetz erlaubt das Erwerben einer Fahrlehrererlaubnis, wenn eine geistig und körperliche Eignung vorliegt. Fachliches Wissen muss neben der persönlichen Zuverlässigkeit gleichfalls unter Beweis gestellt werden.

Ein ärztliches Zeugnis dient als Nachweis einer geistigen und körperlichen Eignung. Die persönliche Zuverlässigkeit wird anhand eines Führungszeugnisses überprüft. Ein erfolgreiches Absolvieren der verschiedenen Fahrlehrerprüfungen stellt die fachliche Befähigung unter Beweis. Für eine Fahrlehrerausbildung muss der Bewerber ein Mindestalter von 22 Jahren erreicht haben. Ein Ausbildungsbeginn kann vor der Vollendung des 22. Lebensjahres liegen. Über Ausnahmen entscheidet nach Antrag die zuständige Straßenverkehrsbehörde.

Als Vorbildung wird eine Hauptschulbildung und eine zertifizierte Berufsausbildung gefordert. Als gleichwertige Vorbildung werden zusätzlich Abitur, Fachabitur oder Dienstgrad bei der Bundeswehr anerkannt. Ein Fahrlehrer muss für eine bestimmte Fahrlehrererlaubnis (Grundfahrerlaubnis) eine entsprechende Fahrerlaubnis (Klasse BE, CE und A) besitzen. Die Probezeit muss absolviert sein.

Die Fahrlehrerausbildung lässt sich nicht absolut hinsichtlich der Dauer und Kosten festlegen. Für die Ausbildungszeit gibt es ein vorgeschriebenes Minimum. Fünf Monate dauert die Ausbildung direkt in der Fahrlehrer-Fachschule. Danach kann die Prüfung nach § 4 abgelegt werden. Nach der Prüfung folgt ein praktischer Ausbildungsteil von rund 4,5 Monaten in der Ausbildungsfahrschule. Abschließende Prüfungen befähigen zum staatlich geprüfter Fahrlehrer.

Beim Deutschen Institut für Fahrsicherheit (DIFF) kann die Fahrlehrerlizenz unter bestimmten Umständen in weniger als 6 Monaten gemacht werden.

Staatliche Fördermittel bei Umschulung zum Fahrlehrer

Die Kosten für eine Fahrlehrerausbildung Teil Theorie betragen für eine Grundausbildung BE etwa 5.000 Euro. Übungsfahrten und Prüfungsgebühren fallen gesondert an. Teilweise ist es erforderlich fehlende Fahrerlaubnisse nachzuholen. Das kostet wiederum extra (Fahrlehrererlaubnis Klasse DE ohne vorheriger Fahrerlaubnis CE rund 3.000 Euro). Förderung gewährt die Agentur für Arbeit bei einer Umschulung zum Fahrlehrer. Eine andere Lösung ist die Antragstellung von AFBG (Meister-Bafög). Der Berufsförderungsdienst der Bundeswehr, Berufsgenossenschaften und die Deutsche Rentenversicherung Bund stellen gleichfalls öffentliche Fördermittel zur Verfügung.

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