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Fallen im Arbeitsvertrag: Wo Arbeitnehmer aufpassen müssen

Fallen im Arbeitsvertrag kommen recht häufig vor. Als Arbeitnehmer tut man gut daran, Arbeitsverträge noch vor dem Abschluss genau zu überprüfen. Wenn nötig, kann man die strittigen Klauseln ändern und sollte dies nicht möglich sein, kann sich der Arbeitnehmer dann gegen die angebotene Stelle entscheiden.

Dass man als Arbeitnehmer genau aufpassen und auch das Kleingedruckte lesen sollte, liegt auf der Hand. In einigen Fällen ist es zwar so, dass Unternehmen in Arbeitsverträgen Klauseln einschließen, die keine Rechtsgültigkeit haben, doch oft kann man gegen die Vertragsfestlegungen nichts machen, weil sie rechtlich einwandfrei sind.

Zu den häufigsten Fallen im Arbeitsvertrag gehören beispielsweise die Probezeitregelungen. Nicht selten kommt es vor, dass Formulierungen so gewählt sind, dass hinter einem gewöhnlichen Arbeitsvertrag mit Probezeit sich in Wirklichkeit ein Vertrag für ein befristetes Arbeitsverhältnis verbirgt, das mit der Probezeit endet. Ist der Vertrag einmal unterschrieben, kann man vor Gericht gegen solche Klauseln kaum etwas machen.

Eine dauerhafte Verpflichtung, Überstunden zu leisten, ohne ein entsprechendes Entgelt zu bekommen, ist dagegen durchaus anfechtbar. Allerdings gilt in solchen Fällen, dass man vor Gericht die Mehrarbeit nachweisen muss. Häufig werden solche Fälle nach einer Kündigung verhandelt. Dabei gilt, dass die Klage innerhalb von drei Wochen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses erfolgen muss.

Fallen im Arbeitsvertrag betreffen häufig auch Formulierungen bezüglich des Einsatzbereichs, der Einsatzzeiten und des Einsatzortes. In all diesen Fällen tut man gut daran, die Formulierungen so genau und eindeutig wie möglich auszuwählen, um spätere Überraschungen zu vermeiden, wenn man beispielsweise Aufgaben erfüllen muss, die eigentlich nicht zu den eigenen Qualifikationen gehören.

Aufpassen sollten Arbeitnehmer auch bei den sogenannten Vertragsstrafen wegen nicht erfolgtem Dienstantritt: Mehr als die Hälfte des vereinbarten Gehalts dürfen diese Vertragsstrafen nicht betragen. Unterm Strich gibt es nur ein Mittel gegen Fallen im Arbeitsvertrag – und zwar genaues Überprüfen der Konditionen.

Quelle: karriere-journal.monster.de
Bild: Steve Snodgrass (Flickr)

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