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Falsche Kündigung: Was man dagegen tun kann

Im Arbeitsleben kommt es zuweilen vor, dass eine ungerechtfertigte oder falsche Kündigung ausgesprochen wird. Momentan ist es zwar so, dass die deutsche Wirtschaft wächst und die Zahl der gekündigten Arbeitsverhältnisse sehr niedrig ist. Diese Situation kann sich aber über kurz oder lang ändern. Deswegen tun Arbeitnehmer gut daran, über ihre Rechte genau Bescheid zu wissen.

Eine falsche Kündigung liegt dann vor, wenn der Kündigende die Vorschriften nicht befolgt, die für einen solchen Fall vorgesehen sind. Die Kündigung eines Arbeitsverhältnisses muss in Deutschland stets schriftlich erfolgen. Dabei muss das Schreiben auch eine handschriftliche Unterschrift des Geschäftsführers oder des Personalverantwortlichen tragen. Ein Fax oder eine E-Mail reichen da nicht aus.

Zudem muss das Kündigungsschreiben einen Hinweis darauf enthalten, dass der gekündigte Arbeitnehmer sich bei der Arbeitsagentur zu melden hat. Die Angabe von Kündigungsgründen ist in einem solchen Schreiben abgesehen von einigen Ausnahmefällen jedoch nicht zwingend erforderlich.

Bei dem Datum reicht es aus, wenn der Hinweis auf den nächstmöglichen Kündigungszeitpunkt erfolgt. Hier gibt es aber durchaus Fälle, dass eine falsche Kündigung ausgesprochen wird. Dies kommt vor allem dann vor, wenn die Kündigungsfristen nicht beachtet werden. Grundsätzlich beträgt die Mindestkündigungsfrist vier Wochen. Dabei kann der Arbeitgeber entweder zum 15. Kalendertag des Monats oder aber zum Monatsende kündigen.

Wenn der Arbeitnehmer oder die Arbeitnehmerin allerdings fünf Jahre bei einem Arbeitgeber tätig war, verlängert sich die Kündigungsfrist auf zwei Monate. Bei zehn Jahren Arbeitstätigkeit sind es vier Monate Kündigungsfrist, bei 20 Jahren erhöht sich diese Frist auf sieben Monate.

Im Gegensatz zu einer solchen ordentlichen Kündigung steht die außerordentliche Kündigung. Diese kann auch fristlos erfolgen und findet vor allem bei groben Verstößen Anwendung. In jedem Fall steht den Arbeitgebern innerhalb von drei Wochen nach der Kündigung, die Möglichkeit offen, dagegen vor dem Arbeitsgericht zu klagen. Liegt ein Verdacht auf falsche Kündigung vor, kann sich dieser Weg als sinnvoll erweisen.

Quelle: finanzen.freenet.de

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