Excite

Fangfragen im Vorstellungsgespräch: Abwarten und Tee trinken!

Wenn das Vorstellungsgespräch vor lauter Fangfragen einem Kreuzverhör ähnelt, verstricken sich viele Bewerber schnell in Widersprüche. Dann haben die Personaler genau das erreicht, was sie mit der Überrumpelungstaktik bezwecken wollten: Durch Fangfragen wollen sie Schwachstellen herausfinden und testen, ob ein Kandidat abseits von Routinefragen ins Straucheln gerät.

Alles, was verhindern könnte, dass ein neuer Mitarbeiter erfolgreich für die Firma tätig sein könnte, soll dabei ans Tageslicht kommen. Wenn ein Bewerber dabei souverän und wohlüberlegt reagiert, hat er fast schon das Rennen gemacht. Wird er jedoch nervös oder lässt sich provozieren, verspielt er seine Einstellungschancen schneller, als ihm lieb sein kann.

Eine klassische Falle ist eine Suggestivfrage in Form einer getarnten Vermutung, die die Antwort anscheinend praktischerweise gleich mitliefert. Wenn man also gefragt wird, ob man wie die meisten anderen auch am liebsten in einem Team arbeitet, ist Vorsicht geboten. Bevor man auf eine Suggestivfrage etwas erwidert, sollte man rasch überlegen, welche Arbeitsweise die jeweilige Stelle erfordert. Manche Projekte, Aufgaben oder Ziele lassen sich tatsächlich nur in einer gemeinsamen Anstrengung erreichen. Andererseits gibt es auch Aufgaben, die man schneller und besser allein bewältigt. Also nicht automatisch mit 'Ja' antworten!

Wie hoch die Loyalität oder Frustrationsgrenze des Bewerbers ist, versuchen Personaler gerne mit Hilfe von provokativen Fragen zu testen. War der frühere Arbeitgeber ist wirtschaftlichen Schwierigkeiten, wird angenommen, dass der Kandidat schnellstmöglich das sinkende Schiff verlassen wollte. Achtung: Wer darauf beleidigt oder aggressiv reagiert, hat verloren! Niemals darf man etwas Schlechtes über seinen vorherigen Arbeitgeber sagen, denn dann könnte der neue Chef annehmen, dass man auch über ihn lästern würde.

Ist ein Bewerber mit einer Fangfrage im Vorstellungsgespräch komplett überfordert, sollte er zunächst versuchen, Zeit zu gewinnen und beispielsweise ein Glas Wasser zu trinken. Dabei gewinnt man Zeit, um eine gute Antwort zu überlegen. Wenn die Erleuchtung dennoch ausbleibt, kann man das ruhig zugeben, denn dieses Eingeständnis wirkt offen und ehrlich und ist immer noch besser, als gar nichts zu sagen.

Quellen: karriere.de, sueddeutsche.de
Bild: bpsusf (Flickr)

Deutschland - Excite Network Copyright ©1995 - 2017