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Fehler im Arbeitszeugnis: Nicht einfach hinnehmen!

Arbeitszeugnisse sind das Nonplusultra in jeder Bewerbung. Oft entscheiden winzige Details oder Formulierungen über Erfolg und Misserfolg. Bewerber sollten deshalb genau prüfen, ob ihr Zeugnis den gängigen Standards entspricht, denn manchmal wissen auch die Chefs nicht genau, wie ein gutes Zeugnis aussehen muss. Gerade in kleinen und mittelständischen Unternehmen sind nicht immer Vollprofis am Werk. Wer Fehler in seinem Zeugnis entdeckt, sollte sich nicht scheuen, den Chef darauf hinzuweisen und eindringlich um eine Korrektur zu bitten.

Strukturierung: Jedes Arbeitszeugnis sollte in folgender Reihenfolge aufgebaut sein: Einleitung, Werdegang, Stellenbeschreibung, Leistungs- und Verhaltensteil und Beendigungsformel. Im Leistungsteil werden nacheinander Arbeitsbereitschaft, Arbeitsbefähigung und Fachwissen bewertet. Anschließend folgen Angaben zur Arbeitsweise und zum Arbeitserfolg.

Stil- und Rechtschreibfehler entwerten ein Zeugnis vollkommen, auch wenn der Bewerber es gar nicht selbst geschrieben hat. Ganz oft werden beispielsweise Personalpronomen groß geschrieben, obwohl es sich nicht um eine Anrede handelt. Auch ein nicht durchgängig eingehaltener Blocksatz wirkt unprofessionell.

Keine persönliche Note: Konkrete Erfolgsbeispiele unterstreichen die Wertigkeit eines Zeugnisses und geben ihm eine persönliche Note geben. Fehlen solche Beispiele, kann das als Mangel an Erfolgen oder als fehlende Wertschätzung interpretiert werden.

Missverständliche Formulierungen: Ist das Zeugnis gespickt mit unverständlichen Verklausulierungen oder merkwürdigen Schachtelsätzen, sollte man auf klare Formulierungen bestehen. Denn dahinter verbirgt sich oft die Absicht, dem Mitarbeiter verklausuliert etwas unterzuschieben.

Gefälligkeitszeugnis: Auch ein vor Lob nur so strotzendes Zeugnis ist kein automatischer Türöffner zum neuen Job. Denn hinter einem Gefälligkeitszeugnis steckt meist eine unfreiwillige Beendigung des Arbeitsverhältnisses.

Eigenentwurf: Wenn der Chef ein vom Mitarbeiter selbst geschriebene Zeugnis akzeptiert, steckt oft der Wunsch dahinter, eine vorausgegangene Kündigung möglichst konfliktfrei und versöhnlich zu gestalten. Dennoch ist es eine Chance! Allerdings ist beim Eigenentwurf Vorsicht geboten: Eine unprofessionelle Sprache oder unglaubwürdige Wertungen können die gute Absicht torpedieren.

Quelle: bild.de
Bild: USACE Europe District (Flickr)

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