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Feierabend mit den Kollegen: Deutsche trennen Berufs- und Privatleben strikter als andere

In den USA geht man mit seinen Kollegen nach Feierabend häufig noch zu einem After-Work-Drink in eine Bar. Ganz so wie die Anwaltstruppe aus der Serie "Ally McBeal" bespricht man in ungezwungener Atmosphäre die Geschehnisse des Tages und findet bei stimmungsvoller Piano-Musik und einem leckeren Cocktail vielleicht sogar Lösungsansätze, auf die man tagsüber nicht gekommen ist. In Japan gehen Kollegen abends oft gemeinsam zum Essen oder in Karaoke-Bars. Nur in Deutschland tut man sich schwer und geht nach Feierabend lieber heim zu Frau und Kind.

Schließlich reicht es doch, seine Kollegen täglich acht Stunden oder mehr zu sehen. Oder nicht? Diese Frage hat das Karriereportal Monster mehr als 4.200 Arbeitnehmern gestellt. Dabei bestätigte sich das Klischee der Ungeselligkeit. Rund ein Drittel der Befragten trennen Job und Privatleben strikt. Immerhin ab und zu unternehmen etwa 40 Prozent der Befragten etwas mit ihren Kollegen. Für den Rest der Umfrageteilnehmer zählen die Kollegen sogar zum Freundeskreis.

Experten empfehlen durchaus, hin und wieder außerhalb des Büros etwas mit seinen Kollegen zu machen. Gelegentliche Freizeitaktivitäten in der Gruppe könnten das Gefühl der Teamzugehörigkeit stärken und die Motivation der Mitarbeiter fördern. Denn obwohl man täglich sehr viel Zeit mit ihnen verbringe, gebe es im Alltag nur selten entspannte Momente mit den Schreibtischnachbarn.

Auch im europäischen Ländervergleich scheinen die deutschen Arbeitnehmer eher kontaktscheu zu sein: Fast ein Drittel der Österreicher betrachtet die Arbeitskollegen als Freunde. Bei den Schweizern ist es knapp ein Viertel. In beiden Ländern verbringen etwa die Hälfte der Befragten hin und wieder ihre Freizeit mit den Kollegen.

Quelle: rp-online.de
Bild: Ville Miettinen (Flickr)

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