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Ferienjobs: Versicherungsschutz klären und Mindestalter beachten

Gleich zwei Fliegen mit einer Klappe können Schüler mit einem Ferienjob schlagen: Zum einen sammeln sie erste Erfahrungen für das spätere Berufsleben und zum anderen verdienen sie zum ersten Mal ihr eigenes Geld. Die Tätigkeiten sind zwar meist einfacher Natur, aber immerhin übernehmen die Jugendlichen zum ersten Mal Verantwortung für eine Aufgabe.

Dazu gehört auch, sich vorab über ein paar rechtliche Grundlagen zu informieren. Eine der wichtigsten Fragen, die es zu klären gilt, ist die nach dem Mindestalter. Kindern und Jugendlichen in Deutschland ist eine Beschäftigung unter 15 Jahren grundsätzlich verboten. Für Schüler ab 13 Jahren gilt allerdings mit Einwilligung der Eltern eine Ausnahme, wenn sie maximal zwei Stunden pro Tag unter altersgerechten Bedingungen arbeiten. Darunter fallen einfache Tätigkeiten wie Nachhilfestunden geben, Eis verkaufen, Zeitungen oder Werbung verteilen, bei Gartenarbeiten helfen, Babysitten oder Tiere ausführen. Ab 16 Jahren darf man bereits acht Stunden am Tag arbeiten, allerdings muss die Arbeitszeit zwischen sechs und 20 Uhr liegen. Ausnahmen gelten nur im Bereich der Gastronomie.

Hat man einen Ferienjob ergattert, müssen sich Schüler und Studenten auch erstmals Gedanken über ihren Versicherungsschutz machen. Zum Glück ist das nicht weiter kompliziert, denn wer einen Ferienjob ausübt, ist gesetzlich unfallversichert. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um einen Minijob auf 400-Euro-Basis oder eine Beschäftigung mit Lohnsteuerkarte handelt. Doch Achtung: Wer in einem Unternehmen arbeitet, wird fast automatisch versichert. Doch wer in einem Privathaushalt tätig wird, sollte vorab unbedingt mit dem Haushaltsführenden über den Versicherungsschutz sprechen. Denn dieser muss die Kosten übernehmen.

Was den Verdienst betrifft, so gibt es gesetzlich keine Grenzen. Dennoch sollten Ferienjobber darauf achten, dass sie die Freibeträge für Einkommenssteuer, Kindergeld und Bafög nicht überschreiten. Bei der Einkommenssteuer liegt die Freigrenze bei 7.664 EUR im Jahr. Das Kindergeld wird bis zu einem Einkommen des Kindes in Höhe von 8.004 Euro pro Jahr gezahlt. Wer als Student Bafög bezieht, darf nicht mehr als 4.206 EUR im Jahr verdienen, damit der Anspruch nicht verloren geht.

Quelle: ferienjobs4you.de
Bild: slowburn♪ (Flickr)

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