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Fernstudium: Fleiß und Zusatzkosten zahlen sich nach erfolgreichem Abschluss schnell aus

Eine gute Qualifizierung auf dem Arbeitsmarkt wird immer wichtiger. Deshalb interessieren sich immer mehr Beschäftigte für Fernstudiengänge - auch ohne Abitur.

Viele Fernuniversitäten akzeptieren als Zulassungsvoraussetzung auch den Meisterbrief oder lediglich eine abgeschlossene Ausbildung bzw. dreijährige Berufserfahrung. Bestehen die Bewerber dann die Eingangsprüfung, werden sie auch ohne Hochschulreife zum Studium zugelassen. Und die Hürden sind nicht besonders hoch: Bei viele Hochschulen besteht die Zulassungsprüfung einfach aus den Klausuren im ersten Semester!

Doch wird ein Abschluss an einer Fernuniversität von Arbeitgebern überhaupt anerkannt? Hilft das Aufbaustudium beim Sprung auf der Karriereleiter? Beide Fragen können mit 'Ja' beantwortet werden. Eine Studie der Europäischen Fernhochschule Hamburg ergab im letzten Jahr, dass Absolventen eines Fernstudiums bei der Besetzung von offenen Stellen häufig bevorzugt werden. Personalchefs schätzen das Engagement und die praxisnahe Umsetzbarkeit der Studieninhalte.

Es bedarf allerdings Ausdauer, Selbstdisziplin und eisernen Willen, um ein Studium neben dem Beruf zu absolvieren. So muss man einplanen, dass Freizeit und Familienzeit deutlich eingeschränkt werden, da die Lehrveranstaltungen abends oder am Wochenende stattfinden. Auch Überstunden auf der Arbeit sind nicht mit einem Fernstudium zu vereinbaren. Doppelter Leistungsdruck, Schlafmangel und ein permanent schlechtes Gewissen sind ständige Begleiterscheinungen auf dem Weg zum Abschluss, der je nach Studienfach und Studienvariante (berufsbegleitendes oder berufsintegriertes Studium) bis zu zehn Semester lang sein kann. Auch kommen bei einem Aufbau- oder Zweitstudium Studiengebühren auf einen zu, die eine zusätzliche finanzielle Belastung darstellen. An einer staatlichen Hochschule beträgt die Studiengebühr etwa 110 Euro monatlich plus Kosten für Fachbücher und Schreibwaren. An Privat- und Fernuniversitäten werden bis zu 250 Euro pro Semester fällig.

Doch keine Sorge: Innerhalb von zwei Jahren nach einem erfolgreichen Abschluss kann man diese Kosten wieder reinholen. Laut einer Studie der Fernuniversität Hagen steigert sich nach einem Fernstudium das durchschnittliche Bruttoeinkommen bei Wirtschaftswissenschaftlern um rund 11.250 Euro pro Jahr.

Quelle: bild.de
Bild: Hermés (Flickr)

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