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Festvertrag: Kündigung führt nicht immer zur Abfindung

Es gibt in der heutigen Zeit nur wenige Berufe, in denen noch Festverträge geschlossen werden - die Berufsanforderungen sind von Flexibilität und Wandel gekennzeichnet. Es ist auch nicht einfach möglich, bei einem Festvertrag eine Kündigung auszusprechen. Eine Abfindung ist dann unter Umständen zu zahlen. Doch wer hat Anspruch darauf, und wie läuft das Procedere ab?

Dann haben Sie Anspruch

Hierbei muss man immer den Einzelfall betrachten. Je nach Branchen und Anstellungsverhältnissen gehen viele davon aus, dass Ihnen eine Summe als Abfindung zusteht, wenn das Beschäftigungsverhältnis seitens des Arbeitsgebers beendet. Wird jedoch eine betriebsbedingte Kündigung bei einem Festvertrag ausgesprochen, ist in der Regel keine Abfindung zu zahlen. Und dies ist in den meisten Fällen die Regel.

Wer bei einem Festvertrag durch Kündigung eine Abfindung erhält, der bekommt diese zumeist, weil der Arbeitgeber keine Prozesskosten bezahlen möchte- und den Arbeitnehmer durch die Zahlung einer gewissen Summe abfindet und damit einen rechtlichen Streit vermeidet. Der Betrag, der dann gezahlt wird, ist von verschiedenen Faktoren abhängig.

In der Regel kann man sich an einer einfachen Faustformel orientieren: Pro Jahr, dass Sie in der Firma beschäftigt waren, wird ein halbes Bruttomonatsgehalt veranschlagt. Wenn es sich noch um nicht vollständig abgeleistete Jahre handelt, werden diese aufgerundet. Die Summe dieser Beträge ergibt dann die insgesamte Höhe der Abfindung.

Hierbei spielt auch immer der Grund der Kündigung eine Rolle. Liegt eine unwirksame Kündigung vor, dann sind auch schnell Beträge von bis zu zwölf Monatsgehältern zu zahlen. Diese Zahlungen werden dann meist vor Gericht ausgehandelt und werden erstritten, wenn sonst keine gütliche Einigung zwischen den Parteien zu erzielen ist.

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Beratung durch Anwalt

Wird ein Festvertrag durch Kündigung aufgehoben, sind Abfindung oder Ausgleichszahlungen oft nicht zu zahlen, steht Ihnen aber in bestimmten Fällen durchaus zu. Prüfen Sie daher, sollten Sie gekündigt werden, genau die Modalitäten der Kündigung und lassen sich von einem Fachmann, am besten einem Anwalt, beraten und im Zweifelsfalle auch vertreten - so dass Sie auch das bekommen, das Ihnen zusteht.

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