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Frauenstudiengänge sollen Frauen die Scheu vor technischen Fächern nehmen

Immer noch sind technische Fächer an der Uni eine typisch männliche Domäne, damit sich das ändert, hat man jetzt an mehreren Fachhochschulen extra Frauenstudiengänge eingeführt. Diese sollen Frauen die Angst vor technischen Fächern wie Informatik, Maschinenbau oder Wirtschaftsingenieurwesen nehmen, denn hier sind Frauen immer noch extrem unterrepräsentiert.

Viele Frauen meiden technische Fächer an der Uni, nicht weil ihnen das Interesse oder Know How fehlt, sondern – wie eine Studie der UT München ergab- weil es viele als unangenehm empfinden, als Frau in technischen Fächern aufzufallen. Frauen werden in typisch männlichen Studiengängen oft kritisch beäugt, ihnen wird weniger zugetraut und sie werden nicht selten mit Vorurteilen konfrontiert. Gerade in Bereichen wie Ingenieurwissenschaften, Maschinenbau oder Elekrotechnik sind die Jobaussichten jedoch hervorragend, während es in den typisch weiblichen Studiengängen wie Germanistik auf dem Arbeitsmarkt eher schlecht aussieht.

Die Hochschule in Wilhelmshaven war 1997 die erste, die einen Frauenstudiengang einrichtete, seitdem sind mehrere Hochschulen dem Beispiel gefolgt und haben Studiengänge wie unter anderem Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftsingenieurwesen und Informatik für Frauen eingeführt. 'Frauen sollen sich frei von Rollenbildern entwickeln können', erklärt die Professorin Ulrike Schleier von der Hochschule in Wilhelmshaven. Ziel ist es, ihnen die Scheu vor nicht typisch weiblichen Bereichen zu nehmen und ohne Vorurteile, sich das entsprechende Wissen aneignen zu können.

Wer glaubt, die Frauenstudiengänge seinen inhaltlich wesentlich leichter, der täuscht gewaltig. Die Frauenstudiengänge sind ebenso anspruchsvoll wie die gemischten Angebote.

Quelle: fr-online.de
Bild: Michael Surran (Flickr)

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