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Freiberufler: Die Vorteile, wenn man sein eigener Chef ist

Wenn man das Studium erfolgreich beendet hat, geht es in die Arbeitswelt. Der konventionelle Weg wäre, sich nach einer Festanstellung umzuschauen und Bewerbungen an Arbeitgeber loszuschicken. Doch immer mehr junge Menschen wählen lieber die Freiberuflichkeit. Dies hat viele Vorteile, wir wollen nun einige davon nennen.

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Nicht mit Chef und Mitarbeitern herumschlagen müssen

Sein eigener Chef zu sein, kann schon sehr angenehm sein. Man muss sich nicht mit Vorgesetzten herumschlagen oder unter inkompetenten Mitarbeitern leiden, die es aber immer wieder irgendwie schaffen, im richtigen Moment kompetent auszusehen. Dazu kommt, dass man es sich aussuchen kann, welche Aufträge man animmt und zu welcher Zeit des Tages man arbeitet. Natürlich ist man auch an Abgabetermine gebunden, doch als Freiberufler ist man viel flexibler in der Gestaltung der Arbeits- und der Freizeit.

Kein Gewerbe nötig

Es kommen außerdem noch einige sehr praktische Gründe dazu. Denn Freiberuflern wird der Weg in die Selbständigkeit viel einfacher gemacht, als etwa Existenzgründern. Der Weg zum Gewerbeamt fällt zum Beispiel weg. Man muss beim Finanzamt nur seine freiberufliche Tätigkeit angeben und schon kann es los gehen mit der Arbeit. Ein Eintrag ins Unternehmens- oder Handelsregister ist außerdem auch nicht vonnöten. Dazu kommen steuerliche Vorteile, die der Freiberufler nutzen kann.

Versichern über die Künstlersozialkasse

Die Künstlersozialkasse gibt Freiberuflern die Möglichkeit, sich dort versichern zu lassen. Dies läuft dann, wie bei einer normalen Festanstellung, bei der der Arbeitnehmer und Arbeitgeber die Beiträge je zur Hälfte zahlen. Im Falle des Freiberuflers wäre der Arbeitgeber dann die KSK, die 50 Prozent der Kranken- und Rentenversicherung bezahlt. Und sollten die Einnahmen unter 17500 Euro jährlich liegen, muss noch nicht einmal Umsatzsteuer gezahlt werden. Außerdem reicht bei der Steuererklärung eine einfache Einnahmen-Ausgaben-Überschussrechnung. Eine doppelte Buchführung wird nicht verlangt.

Der Anfang ist schwer

Natürlich soll es hier jetzt nicht klingen, als sei eine freiberufliche Tätigkeit das Paradies auf Erden, denn um erfolgreich darin zu sein, müssen erst einmal Aufträge her. Und es gibt auch einige Nachteile. Doch die sollen hier nicht thematisiert werden, sondern wären eher als Inhalt für einen weiteren Artikel geeignet.

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