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Freihandelsabkommen mit den USA könnte für Jobs sorgen

Wenn das Freihandelsabkommen zwischen den USA und Europa beschlossen wird, dann könnte das für viele neue Jobs in Deutschland und einen Anstieg des Lohnniveaus sorgen - das zumindest ist das Ergebnis einer Studie die am ifo Institut – Leibniz Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München im Auftrag der Bertelsmannstiftung erstellt wurde. Die Studie sollte die möglichen Auswirkungen einer Öffnung der Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und den USA beschreiben. Dafür haben die Wissenschaftler Daten zu verschiedenen Gebieten gesammelt.

Beispielsweise betrachteten sie die Veränderung der Stärke des Handels zwischen Deutschland und anderen Regionen der Welt von 1998 bis 2007. Hierbei fiel ihnen vor allem auf, dass der Handel zwischen Deutschland und den USA weniger stark schwankt. Eine der in der Studie getroffenen Annahmen ist, dass die Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und den USA bisher durch den Zoll eingeschränkt waren und stark zunehmen würden, wenn diese Beschränkung wegfällt. Weil es sich um Vermutungen über die Zukunft handelt, die keinen bekannten Naturgesetzen folgen, kann man ungefähr genauso gut aber auch annehmen, dass beide Märkte sich bisher getrennt voneinander entwickelt haben und keine Leerstelle mehr haben, an die der andere treten könnte.

Wenn es eine Zunahme im Handel gibt, dann kann das natürlich auch bedeuten, dass es mehr Arbeitsplätze in Deutschland geben wird. Mehr Menschen würden dann Waren oder Dienstleistungen produzieren, die in die USA exportiert würden. Weit vorne sieht die Studie hier den Ernährungssektor und die Metallindustrie. Anhand der angenommenen Werte zur Steigerung der Offenheit zwischen den Ländern, haben die Wissenschaftler auch Vermutungen dazu aufgestellt, wie sich das Freihandelsabkommen auf das Lohnniveau der Betroffenen auswirken würde. Durchschnittlich ergibt sich ein Anstieg in allen Bildungsgruppen; die Basis dieser Berechnungen sind allerdings ebenfalls Vermutungen.

Insgesamt ist das Ergebnis der Studie immer nur das: Die bestmöglichen Vermutungen einer Gruppe von Wirtschaftswissenschaftlern. Insbesondere nachdem die USA sich noch nicht dazu geäußert haben, inwiefern bei der Spionage durch die NSA neben Privatpersonen auch wirtschaftlich relevante Geheimnisse ausspioniert wurden und da momentan die Regierung der USA sowieso lahmgelegt ist, bleiben vor allem Spekulationen über eine mögliche Zukunft.

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