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Freiwillige Arbeitslosenversicherung: Soziale Sicherheit für Selbständige wird teurer

Existenzgründer, freischaffende Künstler, Selbstständige oder im Ausland Beschäftigte können auch in diesem Jahr weiterhin in die Freiwillige Arbeitslosenversicherung einzahlen. Dennoch gibt es ein paar Änderungen, da es sich bei der Versicherung bislang um einen Modellversuch handelte, der bis zum 31.12.2010 zeitlich befristet war.

Die gute Nachricht zuerst: Die im 1. Februar 2006 eingeführte freiwillige Arbeitslosenversicherung wird laut Bundesagentur für Arbeit künftig unbefristet fortbestehen. Sie soll jedoch fortan Antragspflichtversicherung heißen. Und wie es bei Änderungen oft der Fall ist, gibt es auch eine schlechte Nachricht für alle freiwilligen Versicherungsnehmer: Die Berechnungsgrundlage wird neu geregelt und der Beitragssatz deutlich steigen. Alle Versicherten werden von der Arbeitsagentur auf die Rechtsänderung hingewiesen.

Vor allem für Selbstständige und Auslandsbeschäftigte wird es erheblich teurer. Bislang zahlten sie einen monatlichen Beitrag von unter 18 Euro, der nun für Selbstständige in Westdeutschland auf 38,33 Euro und in Ostdeutschland auf 33,60 Euro im Monat angehoben wird. Auslandsbeschäftigte, die außerhalb der EU arbeiten, aber irgendwann nach Deutschland zurückkehren wollen, müssen künftig 38,33 Euro monatlich in die freiwillige Arbeitslosenversicherung investieren. Wesentlich moderater fällt die Beitragserhöhung für pflegende Angehörige aus. Sie zahlen ab sofort 7,67 statt 7,15 Euro in den alten und 6,72 statt 6,08 Euro in den neuen Bundesländern.

Voraussetzung für das Einzahlen in die freiwillige Arbeitsversicherung ist, dass Selbstständige, Auslandbeschäftigte und Pflegende nur dann einen Anspruch darauf haben, wenn sie eine sogenannte Vorversicherungszeit vorweisen können. Das bedeutet, dass sie in den 24 Monaten vor der Antragstellung mindestens 12 Monate lang in einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis gestanden haben müssen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um eine Festanstellung oder verschiedene Beschäftigungsverhältnisse handelte.

Quelle: zeit.de
Bild: Erich Ferdinand (Flickr)

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