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Wie werde ich Galerist?

Als Galerist verbindet man Kunst und Geld, denn ein Galerist ist meist auch Kunsthändler, derjenige, der entscheidet, welche Bilder ausgestellt werden und damit auch, welche Bilder welcher Künstler zum Verkauf bieten kann. Das fordert Kunstverständnis und auch wirtschaftliches Geschick bei der Berechnung der notwendigen Gewinnspanne, wenn Bilder gekauft werden, bevor sie ausgestellt werden.

Organisationstalent, Soziales Geschick und Kunstverstand

Ein Galerist stellt zwar auf den ersten Blick nur die Räumlichkeiten für eine Ausstellung zur Verfügung, er muss aber auch die Veranstaltungen organisieren, die jede Galerie am Leben halten:

Jeder Künstler sollte der interessierten Szene vorgestellt werden; eine neue Ausstellung muss organisiert und geplant werden. Das bedeutet, dass man die Räumlichkeiten vorbereitet und damit überhaupt erst einmal welche zur Verfügung hat. Wer als Galerist starten möchte, hat vielleicht noch nicht selbst große Flächen zur Verfügung sondern muss diese selbst erst einmal mieten. Er betrachtet sich dann eher als Organisationstalent hinter der Veranstaltung, obwohl vielleicht der Besitzer der Räumlichkeiten sich als eigentlicher Gastgeber sieht. Die Räume müssen von ihrer Ausstattung her ebenso wie vom Ambiente zu der Kunst passen, die präsentiert wird. Gleichzeitig sollten sie zentral erreichbar sein, damit tatsächlich auch genügend Kunden angezogen werden. Den besten Verkaufserfolg erzielt man außerdem, wenn das Publikum bereits vorab passend ausgewählt und angesprochen wurde. Gibt es bestimmte Interessenten an klassischer Kunst, werden diese zwar auf einer Ausstellung mit modernen abstrakten Skulpturen eher missmutig herum stehen und vielleicht auch anderen die Stimmung verderben, bei einer Veranstaltung, bei der es die passenden Gemälde gibt, aber unverzichtbare Gäste sein.

Auch für die Verpflegung sollte am Abend gesorgt sein, während der "regulären" Öffnungszeiten kann man Kunden mit Getränken begrüßen.

Partnerarbeit?

Gerade, wer sich vollkommen der Kunst verschrieben hat, möchte sich oft nicht mit den finanziellen Details einer Tätigkeit als Galerist beschäftigen. Wenn man den Einstieg in diesen Beruf plant, lohnt sich also die Überlegung, eine Kooperation einzugehen: Jemand, der eher Zahlen mag, aber kein Kunstverständnis hat, könnte die Bücher übernehmen.

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