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Gesucht: Männer in Frauenberufen

Markus Taday macht eine Ausbildung zum Erzieher. Das allein ist nichts Ungewöhnliches und trotzdem ist etwas anders. Markus Taday arbeitet allein unter Kolleginnen in einem der typischen Frauenberufe. Die Ausbildung zum Sozialassistenten hat er nun bald abgeschlossen und ist sich sicher, den richtigen Weg eingeschlagen zu haben. Warum auch nicht?

Für die Kinder, vor Allem die Jungs, ist eine männliche Bezugsperson außerordentlich wichtig. Denn bei vielen Frauen in dem Job fehlen Identifikationsfiguren, einzig schon auf das Geschlecht bezogen. Der Waldkindergarten Dessau – Roßlau ist überaus glücklich, ihn im Team zu haben und ist immer auf der Suche nach jungen Männern, die ein Praktikum oder Freiwilliges Soziales Jahr absolvieren möchten.

Die Chefin, Ines Kühne-Eckert, betont die Wichtigkeit von verschiedenen Geschlechtern als Ansprechpartner für die Kinder. Im Leben müssten sich die Heranwachsenden schließlich auch mit Männern und Frauen arrangieren, sagt sie. Die Netzwerk – und Servicestelle für geschlechtergerechte Berufsorientierung und Lebenswegplanung in Magdeburg, Sachsen Anhalt, hat Untersuchungen vorliegen, demnach sind in der Liste der zehn beliebtesten Berufe klare Abstufungen zu erlesen.

In den Verkauf oder Krankenpflegedienst wollen rund 60 Prozent Frauen, während Ausbildungen zum Koch oder die Jobsuche im Kraftfahrzeugbereich eher von Männern dominiert wird. Für einen Ausgleich und somit auch mehr Vielfältigkeit in den Berufsfeldern sollte sich nach Meinung des Projektreferenten Christoph Damm von der Netzwerkstelle bereits die Schulen einsetzen und viel mehr Möglichkeiten aufzeigen.

Quellen: rhein-zeitung.de
Bild: ralphbijker (Flickr)

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