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Headhunter: Ingenieure und Systeminformatiker gesucht!

Wer kennt das nicht: Da hat man einen ganzen Stapel an Bewerbungen verschickt und wartet dennoch vergeblich auf einen Anruf. Wer nicht länger Däumchen drehen will, sollte die passive Taktik ändern und sich selbst ins Spiel bringen. Äußerst hilfreich sein kann dabei ein Headhunter.

Als Makler zwischen Unternehmen und Fachpersonal ist er ständig auf der Suche nach den besten Bewerbern. Man kann die Arbeit des Headhunters durchaus mit einer Kuppelshow vergleichen: Auf der einen Seite ist der Konzern. Er ist auf "Brautschau" und sucht eine passende Arbeitskraft. Aber er ist anspruchsvoll: Bestens ausgebildet und berufsfahren sollte der Kandidat sein. Leider hat der Konzern gar keine Zeit, um sich selbst um den Traumpartner zu kümmern.

Deshalb wendet er sich an eine "Partnervermittlung" und beauftragt den Headhunter. Dieser sucht nach passenden Kandidaten fürs feste Verhältnis. Doch wie kann er den passenden Kandidaten finden? Durch Eigeninitiative desselben. Früher war das noch anders, da suchten Headhunter im Verborgenen nach geeigneten Fachkräften. Doch heute ist aktive Selbstvermarktung angesagt.

Allein beim Branchenprimus Kienbaum Executive Consultants gehen jedes Jahr unaufgefordert rund 5.000 Bewerbungen ein. Doch auch bei kleinen Personalberatungsunternehmen spielen Initiativbewerbungen eine wichtige Rolle. Bei dem auf Banken spezialisierten Berater von Indigo Headhunters landen wöchentlich etwa 20 unaufgeforderte Bewerbungsmappen auf dem Tisch, bei der auf PR-Profis konzentrierenden GK Personalberatung sind es 100. Insgesamt gibt es in Deutschland rund 1.900 Personalberatungsunternehmen vom Einzelkämpfer bis hin zum Consultingkonzern.

Initiativbewerbungen sind bei den Headhuntern stets willkommen. Da das Angebot an hochqualifizierten Kandidaten besonders in Branchen wie Maschinenbau oder IT-Technologie äußerst knapp ist, gestaltet es sich für die Vermittler teilweise schwierig, ihren Auftraggebern geeignete Bewerber zu präsentieren.

Doch längst nicht jede "Beute", die den Headhuntern vor die Flinte gerät, stößt auf Interesse. Bewerber sollten zwei bis drei Jahre Berufserfahrung und eine gefragte berufliche Spezialisierung mitbringen. Ingenieure und Systeminformatiker sowie Mitarbeiter mit Vertriebs- und Marketingqualitäten stehen hoch im Kurs. Auf diese Berufszweige entfallen etwa ein Drittel der Suchaufträge. Uni-Absolventen haben in der Regel schlechte Karten – es sei denn, sie können mit besonderen Auslandsaufenthalten und Sprachkenntnissen oder überzeugenden Doktorarbeiten punkten.

Quellen: welt.de, karriere.de
Bild: Pedro Vera (Flickr)

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