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Heizen im Büro: Lieber etwa frischer als zu mollig

Derzeit herrscht in vielen Büros entweder Eiszeit, Hitzewelle oder dicke Luft. Und das deshalb, weil sich Kollegen mit unterschiedlichem Wärmeempfinden einen Raum teilen müssen.

Da reißt der eine Mitarbeiter das Fenster auf, während der andere friert und krank wird. Oder ein Kollege schwitzt bei 25 Grad Zimmertemperatur, während der andere bibbernd mit Schal und Mütze vor seinem PC sitzt. Zum Glück gibt es auch für solche Situationen Regeln, die für Frieden unter den Streithähnen sorgen sollen.

Die Arbeitsstätten-Richtlinie für leichte Tätigkeiten im Sitzen schreibt vor, dass es im Büro mindestens 20 Grad warm sein muss. Als ideal gelten grundsätzlich Werte zwischen 20 und 24 Grad. Aber auch damit kann man es nie allen recht machen. Untersuchungen zufolge gibt es immer mindestens fünf Prozent Nörgler, wenn es um die Temperatur in Arbeitsräumen geht. Dieses Phänomen ist auch physiologisch bedingt: Frauen frieren in der Regel schneller als Männer.

Zum effektiven Arbeiten empfiehlt es sich nicht, die Heizung allzu sehr aufzudrehen. Spätestens ab einer Raumtemperatur von 26 Grad lässt die Leistungsfähigkeit nach, da überheizte Luft schnell müde und unkonzentriert macht. Daher sollte es im Büro lieber etwas frischer als zu mollig sein.

Andererseits wird die Luft in zu kalten Räumen schnell trocken. Im Winter sollte man daher nicht zu lange lüften und das Fenster auch nicht dauerhaft gekippt lassen. Empfehlenswerter ist eine Stoßlüftung: Pro Stunde etwa drei Minuten das Fenster aufreißen. Bei einer überwiegend nicht sitzenden Tätigkeit darf es übrigens ruhig kühler sein. Dann sollte die Temperatur bei + 17 Grad liegen. Bei schwerer körperlicher Arbeit reichen auch + 12 Grad, in Verkaufsräumen + 19 Grad. Arbeitsrechtlich kann man diese Raumtemperaturen aber kaum durchsetzen. Sie dienen lediglich als Sollwert.

Quellen: zeit.de, rp-online.de
Bild: Bev Sykes (Flickr)

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