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Ideenklau im Job: Revierverteidigung als Mittel gegen geistigen Diebstahl

Dass manche Kollegen sich gerne mit fremden Federn schmücken, ist ein weit verbreitetes Phänomen im Berufsleben. Besonders ärgerlich wird ein solcher geistiger Diebstahl vor allem dann, wenn man selbst einen geniale Idee hatte, die der Kollege dann plötzlich dem Chef vorträgt oder dem Kunden präsentiert. In so einem Fall kann man leider erst einmal wenig tun. Denn wer die Idee wütend für sich reklamiert oder sich beleidigt in die Opferrolle begibt, schadet seinem Ansehen.

Am besten ist, erst einmal Ruhe zu bewahren und zu klären, ob der Ideenklau eine bewusste und hinterlistige Strategie des Kollegen war oder einfach so passiert ist. Denn manchmal wird etwas als Ideenklau wahrgenommen, was gar keiner ist. So etwas kann passieren, wenn beispielsweise bei einem Brainstorming eine Idee in der Luft liegt, weil ein Mitarbeiter sie einmal irgendwann im Vorfeld erwähnt hat, und dann ein Kollege daher kommt und sie als seine Vision anpreist. Vermutlich ist er sich gar nicht bewusst, die Idee aufgeschnappt zu haben, sondern denkt wirklich, dass es sein Einfall war.

Einfach den Mund halten und seine Idee verschweigen kann man bei einem Brainstorming aber natürlich nicht. Wer jedoch weiß, dass Kollegen gerne Vorschläge klauen, sollte sie in Teamsitzungen entweder nur vage skizzieren oder seine Idee in der Runde immer klar als die eigene bezeichnen. Schmückt sich ein Kollege trotzdem mit einem fremden Vorschlag, sollte man das Gespräch mit dem Betreffenden suchen, ohne ihn gleich beim Chef zu verpetzen. Manchmal ändert aber auch das nichts an der Vorliebe desjenigen, fremde Federn zu tragen. Dann sollte man künftig besonders vorsichtig sein und mit diesem Kollegen möglichst keine Konzepte mehr gemeinsam entwickeln.

Ein absolutes 'No go' ist, wenn ein Kollege einem ein Strategiepapier oder Konzept vom Schreibtisch stiehlt. Damit es gar nicht erst soweit kommt, sollte man nichts herumliegen lassen, alles gut verschließen und den Computer mit einem Passwort sichern. Revierverteidigung nennt sich diese Strategie.

Problematisch wird es natürlich, wenn der Chef persönlich die Idee eines Mitarbeiters aufgreift und als seinen Erfolg verkauft. Dagegen kann man sich meist kaum zur Wehr setzen, ohne sich seine Karriere in dessen Unternehmen zu verhageln.

Quelle: rp-online.de
Bild: Rego Korosi (Flickr)

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