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Job als Probant: Lohnt sich das?

Eigentlich ist es bei einem Job als Probant ähnlich wie mit Geldanlagen: Je riskanter, desto höher die versprochenen Profite.

Man kann sich für ganz verschiedene Dinge als Probant anmelden, angefangen von einfachen Experimenten an Universitäten, die teilweise nur eine halbe Stunde dauern bis zu Medikamentenstudien, die über mehrere Tage verlaufen.

Und was bringt das?

Ein Job als Probant ist klassischerweise etwas, das Studenten nebenher machen, weil sie, so stellen es Filme dar, wirklich verzweifelt sind. Für manche der Jobs muss man auch recht verzweifelt sein: Teilweise muss man sich gewissen Risiken aussetzen (und Dinge zu sich nehmen oder ausprobieren, die eventuell langfristig Schäden verursachen), teilweise Schmerzen ertragen. Und wenn das nicht Teil der Untersuchung ist, dann gibt es doch einen häufigen Garant: Langeweile.

Die meisten Jobs als Probant kann man bekommen, wenn man sich an der Uni einfach Aushängen widmet: Welche aktuellen Studien benötigen noch Probanden?

Häufig sind das Aushänge der Psychologen: Sie benötigen ständig Versuchspersonen, die an Studien teilnehmen und sich beispielsweise Dinge merken, Aufgaben lösen oder ähnliches. Häufig wird dabei ein EEG erstellt - man sitzt also zunächst eine halbe Stunde möglichst ruhig da und bekommt eine Kappe aufgesetzt, aus der lauter kleine Metallstifte auf den Schädel drücken. So messen die Wissenschaftler den "Strom" im Gehirn und können beobachten, was während der Tests im Kopf des Probanden passiert. Gedankenlesen kann hier aber keiner, deswegen gelten solche Studien auch als wenig invasiv und man bekommt für seine Zeit und Geduld etwa 7,50€ bis 10€ pro Stunde.Für diesen Preis muss man dann wirklich nur klicken und ziehen und simpelste Aufgaben lösen. Das bedeutet dann schon mal bis zu 50 Wiederholungen einer einfachen Aufgabe, auf die mit Tastendrücken oder Klicken reagiert werden muss - die wahre Herausforderung ist oft, bei diesen Versuchen nicht einzuschlafen.

Wirklich lukrativ tut weh

Wer als Proband wirklich Geld verdienen will, muss schon einiges für seinen Job als Probant tun und erdulden: Schmerzstudien werden wesentlich besser bezahlt. Wer bereit ist, leichte Schmerzen zu ertragen, landet schnell bei 50€/Stunde.

Man bringt es aber in den meisten Fällen wirklich nur auf ein nettes eher einmaliges Nebeneinkommen und landet kaum im Bereich der Topverdiener Deutschlands.

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