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Jobmessen: Weniger Aussteller, aber mehr Besucher als im Vorjahr

Die neue Saison der Job- und Karrieremessen ist eröffnet. Bundesweit finden ab September mehrere Dutzend Recruiting-Veranstaltungen statt – vom exklusiven Bewerberzirkel für wenige Auserwählte bis hin zur offenen Jobmesse für die Bewerbermasse. Hochschulabsolventen und die Vertreter der "Generation Praktikum" hoffen dort auf ein Jobangebot. Doch wie stehen die Chancen in diesem Jahr angesichts nur der nur wenigen offenen Stellen? Und wie kann man den besten Eindruck bei potenziellen Arbeitgebern hinterlassen?

Eins ist sicher: In diesem Jahr müssen sich Veranstalter und Aussteller keine Sorgen um die Besucherzahlen machen. So plant die "Jobmesse Deutschland Tour" diesmal 17 statt wie bisher 10 Stationen ein. Doch leider ist der Andrang einseitig: Krisenbedingt haben sich deutlich weniger Aussteller angemeldet als in den Vorjahren.

Bei der größten deutschen Jobmesse, dem Kölner Absolventen- Kongress, werden beispielsweise nur 250 Aussteller erwartet. Im vergangenen Jahr waren es noch 300. Entsprechend weniger Jobangebote wird es daher geben. Denn selbst die Firmen, die auf den Jobmessen auflaufen, tun dies manchmal nur, um ihr Arbeitgeber-Image zu retten. Aber nicht , weil sie Jobs zu vergeben haben.

Besonders für Ingenieure, Natur- und Wirtschaftswissenschaftler wird der Berufseinstieg schwierig. Für Maschinen- und Fahrzeugingenieure wurden im ersten Halbjahr fast 25 Prozent weniger Stellen angeboten als 2008. Sparen sollte man sich die Jobmessen dennoch nicht. Denn ein paar Stellen gibt es ja. Nur wird diesmal noch stärker selektiert. Wie also setzt man sich am besten von der breiten Masse der Besucher ab? Schick angezogen und mit der Bewerbungsmappe unter dem Arm laufen schließlich fast alle durch die Gänge der Jobmessen. Das allein bringt noch keinen Erfolg. Deshalb sollte man unbedingt aktiv auf die Unternehmen zugehen, offene Fragen stellen und Interesse zeigen. Oft ergeben sich daraus ganz intensive Gespräche. Und aus denen wiederum manchmal auch Karrieren.

Wichtig ist, einen persönlichen Draht zu Recruitern aufzubauen und im Vorfeld bereits einige Antworten auf Standard-Fragen vorzubereiten: Warum ist man auf Stellensuche? Warum hat man sich für diesen und jenen Studiengang entschieden? Welche Berufserfahrung kann man bieten? Welche Stärken zeichnen einen besonders aus? Experten empfehlen, dass man solche Gespräche zunächst einmal bei Recruitern austestet, bei denen man nicht um jeden Preis landen will. Ist die erste Hemmschwelle abgebaut, kann man langsam daran denken, seine Lieblingsfirma anzusteuern.

Quelle: wiwo.de
Bild: Jez Nicholson (Flickr)

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