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Jobs in der Luxusbranche: Auslandserfahrung und Wirtschaftsstudium sind wichtig

Jobs in der Luxusbranche sind in Deutschland vergleichsweise rar. Wer in diesem Bereich arbeiten will, sollte ins Ausland gehen. Die größten Hersteller von Luxusartikeln sitzen in Frankreich, der Schweiz, Großbritannien und Italien.

Alleine der Schweizer Richemont-Konzern verdient mit Marken wie Cartier, Piaget, Jaeger-LeCoultre, Ralph Lauren oder Montblanc jährlich geschätzte 5,5 Milliarden Euro. In Italien hat Bulgari die Nase vorn, in Großbritannien Burberry. Mit einem jährlichen Umsatz von 17 Milliarden Euro ist allerdings der französische LVMH-Konzern, der unter anderem Louis-Vuitton-Taschen und Moët & Chandon- Champagner verkauft, weltweit die Nummer eins. Dicht dahinter kommt bereits der Konkurrent PPR mit einem Umsatz von 16,5 Milliarden Euro. Seit 2007 hält dieses Unternehmen unter anderem die Mehrheit am deutschen Sportartikelhersteller Puma.

Einer, der es in diesem Konzern weit gebracht hat, ist der frühere Puma-Vorstand Jochen Zeitz. Er wird bei PPR in diesem Jahr zum Leiter des neuen Unternehmensbereiches Sports & Lifestyle aufsteigen. Der 47-Jährige absolvierte sein BWL-Studium unter anderem in Paris und den USA, arbeitete dann beim Kosmetikkonzern Colgate-Palmolive in New York. 1988 wechselte er zu Puma, wo er fünf Jahre später mit 30 Jahren zum jüngsten Vorstand einer börsennotierten AG aufstieg.

Die Geschäfte der Luxusanbieter laufen seit 2010 wieder prächtig, nachdem sie im Krisenjahr 2009 noch Umsatzrückgänge von durchschnittlich acht Prozent hinnehmen mussten. Luxus läuft immer, solange er nicht obszön, sondern werthaltig ist.

Andreas Rumbler, langjähriger Deutschlandchef von Christie's in Düsseldorf, kann diese Einschätzung nur bestätigen. Was im Auktionshaus unter den Hammer kommt, zählt zu den Highlights unter den Luxusartikeln: Echte Van Goghs, Picassos oder Rembrandts werden ebenso versteigert wie Uhren, Schmuck Designermöbel oder edle Weine. Rumbler gehört zu den 20 Auktionatoren, die bei Top- Versteigerungen selbst zum Hammer greifen dürfen. Seine Karriere begann in einem traditionsreichen Genfer Nobelhotel. Von dort zog er nach London, um bei Christie's zunächst als unbezahlter Praktikant zu arbeiten und die Bewertung von Kunstgegenständen von der Pike auf lernte.

Wer heute bei Christie's anfängt oder überhaupt einen Job in der Luxusbranche anstrebt, muss ein wirtschaftlich ausgerichtetes Studium und internationale Erfahrung mitbringen.

Quelle: welt.de
Bild: Jacky Cheong (Flickr)

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