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Jobstrategien in der Krise: Einen kühlen Kopf bewahren und Leistung zeigen

Je länger die Wirtschaftskrise anhält, desto größer wird bei den Beschäftigten die Angst vor Arbeitslosigkeit. Die Sorgen sind nicht unbegründet, wenn man die Nachrichten verfolgt: So will der Handelsriese Metro 15.000 Stellen streichen, der Software-Gigant SAP 3.300 und ThyssenKrupp Steel in Duisburg vermutlich 1.500.

Auch in der deutschen Bau- und Automobilwirtschaft herrscht Flaute. Entsprechend düster sind die Aussichten auf dem Arbeitsmarkt: Laut Prognosen des Kieler Instituts für Weltwirtschaft wird die Zahl der Arbeitslosen im Jahresverlauf voraussichtlich wieder auf insgesamt 3,7 Millionen klettern. Doch es gibt auch Hoffnung, denn gerade in der Krise wollen Unternehmen die besten Köpfe halten, um den Fortbestand der Firma zu sichern. Wir verraten Ihnen, wie sie Ihren Marktwert in Zeiten des Abschwungs steigern können.

Wenn der Chef nach seinen besten Leuten gefragt wird, sollte ihm Ihr Name einfallen. Stellen Sie deshalb Ihre Zielstrebigkeit unter Berweis, in dem Sie z.B. Kollegen in Meetings mitreißen oder gezielt herausfordernde Projekte übernehmen. Zudem sollten Sie Ihr persönliches Berufsprofil einmal hinterfragen: Je nachdem, ob in Ihrer Branche künftig eher Spezialisten oder Generalisten gefragt sind, sollten Sie die Krise für eine Weiterbildung nutzen. Doch Achtung: Jede Art der Fortbildung sollte auf Eigeninitiative und außerhalb der Arbeitszeit erfolgen. Wer jetzt teure Schulungen beantragt, hat den Ernst der Lage nicht erkannt.

Problemlösungskompetenz und Innovationsfreude sind Eigenschaften, die der Chef an seinen besten Mitarbeitern sehen will. Wenn Sie daher permanent Verbesserungspotenziale in ihrer täglichen Arbeit suchen und sich als Vordenker positionieren, setzt man nicht so schnell vor die Tür. Wer mit innovativen Ideen zu neuen Produkten, Dienstleistungen und Absatzmärkten überzeugt, die dem Unternehmen möglichst kurzfristig ansehnliche Umsätze bescheren, braucht sich um einen Rauswurf nur wenig Sorgen zu machen. Allerdings sollte die Idee muss immer mehr Geld einspielen, als sie kostet.

Es hilft jedoch nichts, vor lauter Übereifer mit seinen zwar guten, aber ungeordneten Vorschlägen los zu preschen. Nur strukturierte Konzepte samt Chancen- und Risikokalkulation sollten dem Chef vorgelegt werden. Wichtig ist auch, seine Idee niemals übereilt zwischen Tür und Angel zu präsentieren. Vereinbaren Sie mit Ihrem Chef einen günstigen Termin, bei dem er sich vol und ganz auf Sie konzentrieren kann. Wer beruflich im Rennen bleiben will, sollte auch die Bereitschaft haben, Veränderungen einzugehen und Neuerungen im Job aufgeschlossen gegenüber zu stehen. Neue Aufgaben sorgen zwar für Unsicherheit, aber wenn man versucht, diese nicht als pure Belastung zu empfinden, hilft diese Einstellung schon einen ganzen Schritt weiter. Bei aller Offenheit Neuerungen gegenüber sollten Mitarbeiter jedoch nie ihre Kritikfähigkeit verlieren. Wer glaubt, dem Chef nach dem Mund reden zu müssen, ist auf dem Holzweg. Angepasste Jasager kommen nämlich in aller Regel nicht weit. Stattdessen werden sie von Kollegen überholt, die mit guten, handfesten Argumenten überzeugen und für ihre Visionen kämpfen.

Last but not least: Wenn Sie mit dem Druck, dem Stress und den Veränderungen gut klarkommen, heißt das noch lange nicht, dass es Ihren Kollegen ähnlich gut ergeht. Sie machen sich noch unentbehrlicher, wenn Sie schwächere Kollegen unterstützen und mitzuziehen. Mitarbeiter, die sowohl als Individualist als auch als Teamplayer zu gebrauchen sind, sind unverzichtbar für die Firmen.

Quellen: pressnetwork.de, focus.de
Bild: Ralph Zuranski (Flickr)

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