Excite

Jobsuche: Netzwerke entpuppen sich immer öfter als Schlüssel zum Erfolg

Seine Kontakte sollte man immer pflegen. Gerade in Krisenzeiten. Denn wer viele Menschen kennt, kann unter Umständen seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern. "Networking" heißt das Zauberwort, das Türen öffnen kann, bevor auch andere vor selbiger stehen.

Personalberater bestätigen, dass sich Unternehmen in schwierigen Zeiten mit Neueinstellungen zurückhalten und bei den wenigen offenen Stellen am liebsten auf Bewerber zurückgreifen, die sie selbst kennen oder die ihnen empfohlen werden. Der Grund ist ganz einfach: Eine Empfehlung wird als Vertrauensvorschuss gewertet, den der Empfehlende für eine Person gibt. Diese informellen Wege können ein großer Vorteil im Vergleich zu einer Vermittlung durch Arbeitsagenturen oder die Medien sein. Einige Unternehmen sollen angeblich nur noch über Netzwerke neue Mitarbeiter rekrutieren.

Eine solche Form der Empfehlung hilft auf jeden Fall oftmals über die erste Hürde hinweg und führt vielfach zu einem Vorstellungsgespräch. Die Netzwerke können daher gar nicht groß genug sein: Je mehr Leute man kennt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass jemand aus dem Kontaktumfeld von einer offenen Position weiß und man davon erfährt, bevor auch andere Kenntnis davon bekommen.

Die Vitamin-B-Pflege hat noch einen weiteren Vorteil: Über Bekannte und Kontaktpersonen kann man sich erkundigen, wie gut oder schlecht es in einer Firma aussieht, bevor man sich entschließt, dort einen Arbeitsvertrag zu unterschreiben. Je länger man sich bereits auf dem Arbeitsmarkt getummelt hat, desto größer sind in der Regel die professionellen Netzwerke.

Berufseinsteiger haben daher einen schwereren Stand: Sie kennen noch keine wichtigen Leute Deshalb gilt für Einsteiger, schon in Ausbildung oder Studium - spätestens jedoch beim Start in die Karriere - über Berufsverbände oder andere Organisationen wie Gewerkschaften, Parteien oder andere Institutionen Kontakte zu knüpfen. Komplett allein stehen allerdings auch sie nicht: Anfänger haben in der Regel auch ein Netzwerk, es ist ihnen oftmals nur nicht bewusst: Familie, Freunde, Nachbarn, Studienkollegen, deren Eltern oder Kontakte aus dem Freizeitbereich können sich im Hinblick auf die Jobsuche als wichtige Kontakte herausstellen. Vielleicht arbeitet ja der Vater eines Freundes genau in der Branche, in die man möchte. Auch über Praktika haben lassen sich gute Kontakte in die Berufswelt knüpfen. Wer fleißig Netzwerke aufbaut, sollte allerdings auch Zeit für deren Pflege aufwenden und seine Kontakte nicht einschlafen lassen. Und immer daran denken: Eine Hand wäscht die andere!

Rp-online.de, manager-magazin.de
Bild: FreddThompson (Flickr)

Deutschland - Excite Network Copyright ©1995 - 2017