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Kaffeekochen statt Karriere?

Es ist leider kein Fremdwort für die meisten ausgebildeten Akademiker: Das Praktikum als Berufseinstieg. Doch wie schützt man sich vor einer Tätigkeit, die sich aufs reine Kaffeekochen beschränkt, statt wirkliche Einblicke ins Berufsleben zu geben? René Rudolf vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) aus Berlin betont, dass Praktika oftmals als erster Berufsstart absolviert werden müssen und dies mittlerweile sogar die Regel bedeutet.

Wer sich Chancen auf eine Stelle im Unternehmen ausrechnet, versucht den Einstieg oftmals auf diesem Wege. Aufgrund dieser Aussicht lassen sie sich oft auch einiges bieten und nehmen schweigend hin, was ihnen aufgebürdet wird. Noch immer ist eine Unterbindung solcher Tätigkeiten nicht gesetzlich möglich, keine eindeutige Definition für ein Praktikum rechtsgültig. Klar ist: Nach der Ausbildung kann der Berufseinsteiger sicherlich sehr nützliche Einblicke in den gewählten Betrieb erhalten, wenn dort zunächst einmal "hineingeschnuppert" wird. Doch sollte der Praktikant bereits im Vorfeld klären, welche Tätigkeiten er innerhalb der unbezahlten Arbeitszeit zu verrichten hat.

Wenn trotz der Vereinbarungen im Vorfeld dennoch nur Kaffeekochen angesagt ist, haben Praktikanten auf jeden Fall Rechte. Diese sind ähnlich derer von Angestellten, Urlaubszeit und ein Recht auf geregelte Arbeitszeiten beispielsweise. Tipps für gute Einstiege kann man sich ausserdem bei den Hochschulen holen, denn auch diese haben Interesse daran, dass Pflichtpraktika auch inhaltlich weiterhelfen. Läuft es dann immer noch nicht rund, sollte ein Gespräch anberaumt werden.

Tritt auch dann keine Verbesserung ein, sollte sich die Praktikantin oder der Praktikant lieber überlegen, ob er seine Zeit in unwichtige Arbeit steckt und gegebenenfalls abbrechen.

Quellen: rp-online.de
Bild: Pietro Zanarini (Flickr)

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