Excite

Karriere-Irrtümer: Der Erfolg kommt nicht von allein oder ins Home Office

Nicht unbedingt der Chef, der Betrieb oder die Umstände sind schuld, wenn es mit der Karriere nichts werden will. Häufig sind es persönliche Einstellungen und Überzeugungen, die einen am beruflichen Weiterkommen hindern. Wer sein Leben lang Trugschlüssen und Binsenweisheiten à la 'Der Fragende führt', 'Der Klügere gibt nach' oder 'Teamfähigkeit ist das A und O' aufsitzt, sollte sich schnell davon lösen! Hier eine Auswahl an weit verbreiteten Falschannahmen:

Die Abitur-Note verfolgt einen bis zur Rente: Blödsinn! Zum Glück meist nur bis zum ersten Job. Wer sich darin bewährt und gute Leistungen zeigt, überzeugt auch ohne Einserdurchschnitt. Zudem gilt: Ein erfolgreich abgeschlossener Berufsabschluss oder ein Studium überstrahlen das Schulversagen!

Befristete Arbeitsverträge führen in die Arbeitslosigkeit: Nicht unbedingt. Laut einer Studie des Mannheimer Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung gelingt es immerhin vier von zehn Mitarbeitern in befristeten Arbeitsverhältnissen, im Laufe eines Jahres auf eine unbefristete Stelle zu wechseln.

Auch im Home Office hat man gute Karrierechancen: Kein Stau, keine Fahrtkosten, keine Ablenkung am Arbeitsplatz – auf den ersten Blick hat Heimarbeit viele Vorteile. Doch durch die fehlende Kontaktpflege zu Kollegen können keine Bündnisse geschmiedet, Strategien abgestimmt, Kompromisse ausgehandelt oder heiße Informationen ausgetauscht werden. Experten empfehlen zwei Tage Home Office und drei Tage Office Days.

Incentives spornen an: Das Gegenteil ist der Fall! Incentives fördern nicht die Zusammenarbeit und den Austausch von Wissen, sondern die Konfrontation: Jeder will der Beste sein und die Kollegen abhängen. Das Interesse der Firma kommt dabei ebenso unter die Räder wie die Motivation der Mitarbeiter.

Das Praktikum ist eine Sackgasse: Muss nicht sein! Aus einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) geht hervor, dass in den Jahren 2004 und 2005 rund 300.000 Deutsche ein Praktikum als Sprungbrett in die Festanstellung genutzt haben. Wer seinen Fuß erst einmal in der Tür einer Firma hat, ist bei guter Arbeitsleistung der erste Kandidat für eine Festanstellung.

Quelle: careerbuilder.de
Bild: Eduardo Otubo (Flickr)

Deutschland - Excite Network Copyright ©1995 - 2017