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Karriere-Killer Internet: Pikante Fotos und flapsige Kommentare können Jobeinstieg gefährden

Bei der Veröffentlichung seiner Daten und Meinung in privaten Karriereportalen und sozialen Netzwerken wie Facebook, StudiVZ & Co sollte man zurückhaltend sein. Jedes zweite Großunternehmen recherchiert inzwischen im Internet über Bewerber und Mitarbeiter. Aufmerksam werden persönliche Profile, Blog-Einträge und Kommentare durchgelesen. Das sind die Ergebnisse einer neuen Dimap-Studie im Auftrag der Bundesregierung. Jeder vierte von insgesamt 500 befragten Arbeitgebern nutzt das Netz für Personalentscheidungen. Deshalb ist Vorsicht geboten, denn ganz schnell kann das Internet-Profil zum Karriere-Killer werden!

Viele Bewerber wissen gar nicht, dass sie wegen teils oft arglos ins Netz gestellter Angaben nicht zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen werden. Rund ein Viertel der Unternehmen gab in der Umfrage an, dass Bewerber wegen pikanter Informationen nicht zum Vorstellungstermin eingeladen worden seien. Rund zwei Drittel der Arbeitgeber finden es äußerst negativ, wenn sich Bewerber im Netz abfällig über ihre Jobsituation äußern. Auch allzu persönliche Inhalte wie Fotos von Privatpartys werfen ein zweifelhaftes Licht auf den potentiellen Kandidaten.

Grundsätzlich spricht natürlich nichts gegen die Nutzung von Karriereportalen und Netzwerken, wenn man einige Goldene Regeln beachtet. Soziale Netzwerke wie Facebook oder MySpace haben die Funktion, über persönliche Porträtseiten mit Freunden und Bekannten öffentliche und private Nachrichten auszutauschen. Die Gefahr dabei: Die meisten Seiten haben zwar sog. "Privat"-Einstellungen, die nur für Freunde sichtbar sein sollen, aber die funktionieren nicht immer. So werden private Fotogalerien bei Facebook auch für Fremde sichtbar, wenn ein gemeinsamer Freund sie kommentiert. Daher sollte man peinliche bzw. freizügige Fotos, Angaben zu politischen, religiösen und sexuellen Neigungen, Gehaltsangaben etc. auf keinen Fall einstellen. MySpace zeigt beispielsweise öffentlich das Jahresgehalt an, wenn man es einträgt.

Eine weitere Gefahrenquelle sind Videos. Wer fremde Videos hochlädt, begeht schnell rechtliche Verstöße (z.B. unerlaubtes TV- Fremdmaterial nutzen). Selbst gedrehte Videos können eine Seite zeigen, die nicht zum öffentlichen Image passt. Beispiel: Die Sekretärin, die vor der Kamera betrunken tanzt und singt.

Beruflich orientierte Porträtseiten wie Xing, auf denen man sich der Branche, Geschäftspartnern und anderen Firmen vorstellen kann, können bei der eigenen Firma den Eindruck auslösen, man wolle den Job wechseln ("suche Herausforderung"). Mögliche Folge: Man wird von der internen Beförderungsliste gestrichen. Auch tabu: Ein öffentlicher Lebenslauf, der nicht mit den Angaben in den Bewerbungsunterlagen übereinstimmt, verfälscht oder übertrieben ist.

Quellen: n-tv.de, bild.de
Foto: daveynin (Flickr)

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