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Wenn das Kind krank ist: Krankenkasse und Arbeitgeber - Regelungen auf einem Blick

Wenn das Kind krank ist, zahlt die Krankenkasse den Lohnausfall? Steht den Eltern ein gewisses Pensum an Tagen zur Verfügung, die sie für die Genesung des Kindes fehlen können? Und was gilt noch für berufstätige Eltern, die ihr krankes Kind pflegen müssen? Es gibt viele Regelungen rund um dieses Thema. Das Wichtigste finden Sie hier in einem Überblick.

    GillyBerlin/Flickr

Krankes Kind: Diese Regelungen unterstützen Eltern

Das Kind ist krank: Krankenkassen melden, dass nicht mehr nur die Mütter um die Pflege des Sprösslings kümmern, sondern immer mehr Väter Nutzen vom Anspruch auf Krankheitstage machen. Beiden Elternteilen steht dieses gesetzlich ist.

Zehn Arbeitstage im Jahr pro Kind darf jedes Elternteil frei nehmen. Diese Regelung gilt, wenn das kranke Kind unter 12 Jahren ist und die Krankheit vom Kinderarzt per Attest bestätigt wurde. Natürlich muss das Kind bei einem Elternteil gesetzlich versichert sein. Zudem gilt die Regelung nur, wenn nicht andere Personen wie Großeltern oder eine Kinderbetreuung im Haushalt lebt, die die Pflege übernehmen kann.

Das Attest muss direkt vom ersten Tag der Krankheit ausgestellt werden. Wenn das Kind krank ist, zahlt die Krankenkasse die Fehltage und nicht der Arbeitgeber. Diese möchte natürlich die ärztliche Bestätigung und somit Legitimierung der Kinderpflegetage haben. Die zehn Arbeitstage, die ein Elternteil pro Kind fehlen darf, werden nicht komplett mit Lohn vergütet, sondern nur die ersten fünf Tage.

Allerdings sollten Eltern vorab im Arbeitsvertrag nachschauen, ob der Arbeitgeber nicht eine Zusatzklausel eingefügt hat, die besagt, dass in diesem Falle gar kein Lohn gezahlt wird. Für die weiteren fünf Tage kann das Elternteil Kinderpflegekrankengeld bei der Krankenkasse beantragen. Das beträgt jedoch etwa nur 70 Prozent des Bruttoverdienstes.

Was tun, wenn das Kind über 12 Jahren alt ist?

Wenn das Kind krank ist zahlt die Krankenkasse nur, wenn das Kind unter 12 Jahren ist. Ist es über dieser Altersgrenze, müssen die Eltern schauen, wie sie die Pflege organisiert bekommen. Auf jeden Fall sollten die Elternteile nicht sich mit Lügen beim Arbeitgeber krank melden. Denn das ist ein Grund für eine fristlose Kündigung. Vielmehr können Urlaubstage oder Überstunden in diesem Fall bei kulanten Arbeitgebern die Lösung sein

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