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Klimaanlagen am Arbeitsplatz: Von amerikanischen Temperaturen raten Mediziner ab

Klimaanlagen in Büros sind für manche Arbeitnehmer Fluch, für andere wiederum Segen. Tatsache ist, dass die Kühlgeräte das 'Sick-Building-Syndrom' hervorrufen können.

Während der brütenden Julihitze liefen die Klimaanlagen in vielen Büros auf Hochtouren. Das sorgte zwar für kühle Temperaturen, aber bisweilen auch für ein schlechtes Klima im Büro. Manchen Angestellten ist sogar so frostig, dass sie selbst im Hochsommer einen Pulli am Arbeitsplatz überziehen. Nach den Erfahrungen, die der Chef der Sektion Krankenhaushygiene an der Uniklinik Freiburg gemacht hat, sind die Anlagen oft zu kalt eingestellt. Bei mehr als zehn Grad Temperaturunterschied zwischen drinnen und draußen könne der Hitzeschock zu Erkältungen oder neurologischen Beschwerden führen.

Für das Phänomen gibt es sogar bereits eine Krankheitsbezeichnung: Seit etwa zehn Jahren leiden immer mehr Büroangestellte am sogenannten 'Sick-Building-Syndrom'. Das Krankheitsrisiko steigt, wenn man in ungünstig gebauten oder ausgestatteten Gebäuden arbeitet und von Klimaanlagen umgeben ist, die Krankheitserreger in die Luft pusten. Die Techniker Krankenkasse (TK) fordert bereits, die Filter einmal im Jahr auszutauschen. Damit soll der Entstehung von Keimen und Schimmelpilzen vorgebeugt werden. Außerdem sollte das Kühlgerät nicht durchgehend in Betrieb sein.

Für einen gesunden Organismus ist der Wechsel von der Hitze ins kalte Büro zwar keine Katastrophe, doch wer bereits gesundheitlich angeschlagen ist, wird sich unter Umständen schneller erkälten. Letztlich kommt es aber auf die individuelle Empfindlichkeit der einzelnen Büroangestellten an. Als ideale Raumtemperatur gilt eine Spanne zwischen 20 und 24 Grad. Von 18 Grad Bürotemperatur, wie das häufig in Amerika der Fall ist, raten Mediziner dringend ab.

Quelle: fr-online.de
Bild: Ryan Hyde (Flickr)

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