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Krieg im Büro: Immer häufiger werden die Krallen ausgefahren

'Büro ist Krieg – und Krieg gewinnt man an der Front!' Mit dieser Weisheit hat Albtraum-Chef Stromberg aus der Pro7-Serie nicht ganz unrecht. Eine neue Studie zeigt, dass jeder fünfte Arbeitnehmer seine Kollegen hasst!

Ursachen für die Antipathien sind meist Ego-Spielchen und innerbetriebliche Konkurrenzkämpfe. Oft werden Kollegen als Bedrohung angesehen, aber auch purer Neid kann zu tiefer Verachtung führen. Zudem wird gelästert wird, was das Zeug hält! Und in dieser Disziplin sind die Frauen ganz groß. Weibliche Angestellte verbringen angeblich 20 Minuten pro Tag damit, hinter dem Rücken der Kollegen Dampf abzulassen.

Wie Mail-Online berichtet, hat die Umfrage unter 2.000 Arbeitnehmern ergeben, dass Konflikte und Spannungen am Arbeitsplatz zunehmen. Zwei Drittel der Befragten gab zu, regelmäßig über Mitarbeiter zu tratschen, sobald diese außer Reichweite seien. Jeder Vierte wartet immerhin bis nach Feierabend, ehe er auf die lieben Kollegen schimpft. Diese Abneigungen können überraschend häufig bis zum Äußersten gehen: Jeder fünfte Umfrageteilnehmer gab offen zu, seine Kollegen zu hassen!

Doch woher kommt die Besorgnis erregende Entwicklung? Wissenschaftler führen die angespannten Verhältnisse in den Büros und betrieben auf gestiegene Anforderungen und zunehmenden Druck im Berufsleben zurück. Durch höhere Belastungen steige die Arbeitszeit, worauf Beschäftigte zunehmend gereizt reagierten. Wenn dann noch wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten des Unternehmens die Angst vor einem Verlust des Arbeitsplatzes dazu kommt, geht das Hauen und Stechen unter den Kollegen erst richtig los.

Oft bedarf es dann nur minimaler Anlässe, und die Konflikte eskalieren. Besonders 'reizende' Verhaltensweisen sind lautstarke Privatgespräche am Telefon, überzogene Pausen, zugemüllte Schreibtische, Geruchsbelästigungen durch Essen oder aufdringliches Parfüm, privates Surfen im Internet oder ständiges Schminken und Nägel lackieren. Ein häufiger Zankapfel ist auch die Frage der Raumtemperatur und des Lüftens: Frischluftfanatiker gegen Frostbeule.

Doch weitaus schlimmer als all das ist richtiges Mobbing mit Rufmord und bewusstem Sabotieren der Arbeit eines ungeliebten Kollegen. Dann hilft leider nur der Gegenschlag: Personalrat einschalten, Chef informieren und ggf. den Arbeitsplatz wechseln.

Quelle: bild.de
Bild: monibela (Flickr)

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