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Kritik geben will gelernt sein

Keiner hört gerne Kritik, doch wenn Fehler, Versäumnisse oder Missstände nicht offen angesprochen werden, können sie auch nicht beseitigt werden. Gerade für Führungskräfte ist es daher unumgänglich, im Ernstfall auch Kritik geben zu können. Wenn sie das richtig machen, bedeutet es gleichzeitig eine Chance zur Entwicklung.

Manche Führungskräfte schrecken davor zurück, ihre Mitarbeiter zu kritisieren, weil sie Angst davor haben, sich unbeliebt zu machen oder selbst kritisiert zu werden. Ein weiterer Grund, der es schwierig machen kann Kritik zu geben, ist die Angst vor der Reaktion des Mitarbeiters. Es ist nicht immer einfach mit dessen Reaktion umzugehen, wenn er sich beispielsweise verletzt zeigt, verärgert reagiert, blockiert oder weint.

Aus diesen Gründen gar nicht erst Kritik zu geben, ist auf jeden Fall der falsche Weg. Nicht nur haben Mitarbeiter ein Recht darauf, ein ehrliches Feedback von ihrem Vorgesetzten zu erhalten. Führungskräfte, die Fehler und Missstände totschweigen und nicht beheben, sind auch für mögliche Folgekosten verantwortlich, die sich daraus ergeben können.

Wenn es darum geht, Kritik zu üben, dann sollten allerdings ein paar Tipps beachtet werden, damit aus den Fehlern gelernt werden kann und alle beteiligten eine Chance bekommen, sich weiter zu entwickeln.

Grundlegend für ein gelungenes Kritikgespräch ist es, zeitnah Kritik zu üben. Außerdem sollte man Kritik unter vier Augen üben, so dass der Mitarbeiter sich nicht gedemütigt oder bloßgestellt fühlt. Am besten ist es, Kritik an einem neutralen Ort zu geben. Wenn es um den Inhalt des Kritikgesprächs geht, dann sollte man sich auf jeden Fall darüber im Klaren sein, was man mit der Kritik erreichen will. Wenn es nur darum geht, dem anderen eins reinzuwürgen, ist es sehr unwahrscheinlich, dass das Gespräch zu einer positiven Entwicklung führt.

Quelle: fr-online.de, perspektive-mittelstand.de
Bild: hobvias sudoneighm (Flickr)

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