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Kündigung trotz Festvertrag: Geht das?

In der Arbeitswelt herrscht die allgemeine Meinung, dass ein unbefristeter Festvertrag mit einem Arbeitgeber so etwas wie ein Sechser im Lotto ist. Aber jeder Arbeitnehmer sollte sich im Klaren darüber sein, dass man auch mit seinem Vertragspapier nicht unkündbar ist. Bei einer Kündigung trotz Festvertrag muss aber schon einiges vorgefallen sein.

Erst Abmahnung

Eins ist schon mal klar: Wenn man bei einem Arbeitgeber einen Festvertrag bekommt, ist dies schon mal sehr positiv. Ob dieser befristet oder unbefristet ist, das ist erstmal unerheblich. Mit einem befristeten Vertrag hat man allerdings immer die Unsicherheit, dass dieser nicht verlängert wird. Eine Kündigung muss dabei noch nicht mal ausgesprochen werden.

Doch was passiert bei einem unbefristeten Vertrag, ist mit diesem eine Kündigung überhaupt möglich? Natürlich ist es das, denn als Arbeitnehmer hat man natürlich nicht Narrenfreiheit, wenn man einen unbefristeten Festvertrag bekommt. Wenn man sich ordentlich daneben benimmt und Fehlverhalten an den Tag legt, dann ist auch eine Kündigung trotz Festvertrag möglich.

Ein Arbeitnehmer hat natürlich nicht Narrenfreiheit, wenn er einen Vertrag vorgesetzt bekommt, der keine bestimmte Laufzeit hat. Denn ein unbefristetet Festvertrag ist kein Rentenvertrag. Die Regeln des Chefs müssen eingehalten werden, seien es arbeitstechnische Regeln oder einfach nur Maßnahmen, die das soziale Verhalten innerhalb der Firma klären sollen.

Wer also gegen Verhaltensregeln verstoßen, oder sich etwas anderes zu Schulden kommen lassen hat, der kann gekündigt werden. Allerdings nicht sofort. Es gibt zunächst einmal eine Abmahnung. Danach sollte der Arbeitnehmer versuchen, sich streng an die Maßgaben zu halten und solches Fehlverhalten nicht wieder vorkommen lassen, dann passiert ihm nichts.

Es müssen schon viele Gründe vorliegen

Ist der Arbeitnehmer also nicht lernwillig und begeht die Fehler immer wieder oder verhält sich anderweitig auffällig und nicht dem sozialen Verhalten entsprechend, so kann er ein weiteres Mal abgemahnt werden. Und passiert dies drei Mal, hat der Arbeitgeber die Möglichkeit, eine fristlose Kündigung auszusprechen. Wer sich also an alle Vorgaben, dem droht dann auch keine Kündigung trotz Festvertrag.

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