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Kündigung: Wann muss man zum Arbeitsamt?

Nach dem ersten Schock kommen die Fragen zur Kündigung: Wann muss man zum Beispiel zum Arbeitsamt? Wo genau geht es hin und was sollte man dann dabei haben? Die Antworten auf diese Fragen hängen auch davon ab, was man als nächstes vorhat und was genau man vom Arbeitsamt eigentlich möchte.

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Erste Frage zur Kündigung: Wann muss man zum Arbeitsamt?

Sofort - das ist die einfachste Antwort auf diese Frage. Etwas genauer: Nach Bekanntwerden der Kündigung hat man genau drei Tage Zeit. Sonst gibt es Kürzungen beim Arbeitslosengeld.

Ausnahme: Wenn der Kündigungszeitpunkt noch mehr als drei Monate entfernt liegt, hat man länger Zeit. Trotzdem sollte man sich möglichst beeilen.

Wenn schon ein neuer Job in Aussicht steht, der übergangslos folgt, muss man sich logischerweise auch nicht arbeitslos melden. Wenn es aber eine Übergangszeit gibt, sollte man das schon tun.

Was sollte man mitbringen zum Arbeitsamt?

Wenn es ein Kündigungsschreiben gibt, sollte man das mitnehmen. Darin ist das genaue Datum und der bisherige Arbeitgeber vermerkt und damit insbesondere auch das Ende der Versicherung über den Arbeitgeber. Wenn die Kündigung mündlich erfolgt ist, können Stichpunkte das Gespräch einfacher machen: Wann genau endet der Job? Gibt es schon Aussicht auf einen neuen?

Wie kann man sich beim Arbeitsamt melden?

Mittlerweile kann man nicht mehr nur persönlich vorstellig werden, sondern sich auch online oder übers Telefon melden. Die Arbeitsuchend-Meldung kann, solange das Arbeitsverhältnis noch besteht, online unter www.arbeitsagentur.de oder über die kostenlose Hotline 0800 4 5555 00 abgegeben werden.

Wenn aber etwas zu klären ist, muss der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer für den Besuch beim Arbeitsamt frei geben beziehungsweise ihm den Anruf während der Arbeitszeit ermöglichen.

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Neuer Job in Aussicht und trotzdem melden?

Auch wenn man schon weiß, dass man einen neuen Job bekommen wird oder sogar genau deswegen das alte Arbeitsverhältnis auflöst, ist der Weg zum Arbeitsamt oft eine gute Idee. Die Frage ist bei Kündigung nicht nur "Wann muss man zum Arbeitsamt" sondern auch "Wann sollte und will man zum Arbeitsamt".

Einerseits, weil vielleicht doch noch etwas schief gehen könnte - solange also der Vertrag noch nicht unterschrieben ist.

Andererseits für jede Übergangszeit: Man sollte hier also auch an den Versicherungsschutz denken!

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