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Kündigung: Arbeitgeber dürfen das persönliche Gespräch nicht scheuen

Das Kündigen von Mitarbeitern gehört zu den schwierigsten Aufgaben einer Führungskraft. Viele Vorgesetzte scheuen die direkte Konfrontation mit den Betroffenen. Doch das ist falsch!

Bei einer betriebsbedingten Kündigung sollte der direkte Vorgesetzte möglichst direkt mit dem betroffenen Mitarbeiter sprechen. Als Zeichen der Wertschätzung und des Bedauerns ist zumindest ein kurzes Gespräch wünschenswert. Doch weil viele Arbeitnehmer sich vor dieser für sie unangenehmen Situation drücken, schicken sie lieber die Kündigung per Post oder verkünden sie auf einer Betriebsversammlung. Wenn er dann noch nicht mal die richtigen Worte findet, wird eine Kündigung wie eine Kränkung erlebt. Die Tatsache, den Arbeitsplatz zu verlieren, wird für Betroffenen dadurch noch verschlimmert.

Auch keine empfehlenswerte Lösung ist, der Personalabteilung die Kündigungsgespräche auf's Auge zu drücken. Auch Informationen im Intranet über die Lage des Betriebs und notwendige Kündigungen könnten direkte Gespräche nicht ersetzen. Falls es dem Arbeitgeber zeitlich oder organisatorisch tatsächlich unmöglich ist, Einzelgespräche zu führen, kann er auch kleinere Gruppen zu einem persönlichen Treffen bitten. Für den Mitarbeiter macht es einen Unterschied, ob ihm für seine Arbeit gedankt wird oder nicht. Nimmt sich der Chef die Zeit dafür, gibt er dem Betroffenen zumindest das Gefühl, ihn als Mensch wahrzunehmen und nicht bloß als Arbeitsplatz, der nun wegrationalisiert wird.

Eine klare Botschaft im Kündigungsgespräch ist enorm wichtig. Dem Betroffenen muss klar sein, dass es um seine Kündigung geht. Zudem sollte sich frühzeitig ausgesprochen werden, damit er die Gelegenheit hat, sich noch aus einem laufenden Arbeitsverhältnis heraus um eine neue Stelle zu bewerben. Arbeitslose haben schlechtere Karten.

Quelle: n-tv.de
Bild: CAMPUS OF EXCELLENCE (Flickr)

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