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Kündigungsgründe: Arbeitgeber haben ein breites Repertoire an Entlassungsmöglichkeiten

Die gute Nachricht vorab: Einfach so darf ein Chef einen Angestellten nicht feuern. Er muss schon einen triftigen Grund für eine Entlassung nennen können, wenn der betroffene Mitarbeiter länger als sechs Monate in seinem Betrieb gearbeitet hat. Die konkrete Begründung kann im Einzelfall sehr unterschiedlich sein.

Bei einer betriebsbedingten Kündigung muss der Arbeitgeber nachweisen können, dass betriebliche Erfordernisse es unmöglich machen, den Mitarbeiter weiterhin im Unternehmen zu beschäftigen. Solche betrieblichen Erfordernisse können unter anderem Absatzschwierigkeiten und Auftragsrückgang, Rationalisierungsmaßnahmen, Witterungsgründe oder Stilllegung des Betriebs sein.

Eine personenbedingte Kündigung kommt in Betracht, wenn ein Mitarbeiter aus charakterlichen, fachlichen, körperlichen oder gesundheitlichen Gründen, die nicht in seinem Einflussbereich liegen, für seine Tätigkeit nicht (mehr) geeignet erscheint. Voraussetzung ist, dass die betrieblichen Abläufe erheblich durch diese Probleme gestört werden und dem Arbeitgeber nicht zugemutet werden können.

Wenn ein Mitarbeiter seine vertraglich geregelten Leistungspflichten verletzt und er Einfluss auf sein Fehlverhalten nehmen könnte, ist auch eine verhaltensbedingte Kündigung möglich. In diesen Fällen ist jedoch mindestens eine vorangegangene Abmahnung erforderlich. Am häufigsten werden krankheitsbedingte Kündigungen erteilt - und zwar dann, wenn für einen Mitarbeiter eine negative Gesundheitsprognose vorliegt, die von einem Arzt bestätigt wurde. Das bedeutet, dass der Mitarbeiter wegen einer Erkrankung dauerhaft nicht in der Lage ist, seine Arbeitspflichten zu erfüllen.

Aus persönlichen oder fachlichen Gründen kann ein Mitarbeiter nur gekündigt werden, wenn eine fehlende Arbeitserlaubnis zu einem Beschäftigungsverbot führt; wenn er seinen Führerschein verliert, den er für die Ausübung seiner Tätigkeit braucht, wenn er ins Gefängnis muss oder wenn er große Leistungsmängel zeigt, die nicht mit anderen Mitteln behoben werden können.

In besonders schwerwiegenden Fällen wie Beleidigung, Korruption oder Diebstahl, aber auch bei einem Verstoß gegen ein ausdrückliches Verbot privater Internetnutzung, kann ebenfalls eine außerordentliche, fristlose Kündigung gerechtfertigt sein.

Quelle: arbeits-abc.de
Bild: bdwr.wordpress.com

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