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Lehrerin ging für zwei Tage wieder zur Schule - sie hat nun mehr Respekt vor Schülern

  • Alex Wiggins / Twitter

Eine Lehrerin aus den USA hat sich einem ungewöhnlichen Experiment unterzogen, sie lebte zwei Tage das Leben eines Schülers und war anschließend geschockt, wie anstrengend das war. Was sie in dieser Zeit erlebte, schrieb sie in einem Blog nieder. 700 000 Menschen lasen bisher ihre Aufzeichnungen und auch die Washington Post berichtete darüber.

Seit 14 Jahren arbeitet Alex Wiggins als Lehrerin an einer Privatschule. Und nach ihren zwei Tagen auf der Schulbank kam sie zu dem Schluss: "Ich habe einen schrecklichen Fehler gemacht." Für ihr Experiemnt setzte sie sich als Schülerin in eine 10. und in eine 12. Klasse und machte alles mit, auch die Test. Dabei fiel sie sogar bei einer Prüfung im Fach Wirtschaft durch.

Die Pädagogin schrieb, dass ihr diese Zeit die Augen geöffnet habe. Sie habe nun gemerkt, dass das Schülerleben nicht so leicht ist, wie es sich Lehrer vorstellen. Nach dem ersten Tag sei sie so müde gewesen dass sie abends nur noch Fernsehen gucken konnte und um 20:30 Uhr ins Bett fiel. Schüler machen zu dieser Zeit oft noch Hausaufgaben. Das passive Herumsitzen auf dem Stuhl im Klassenzimmer sei sehr ermüdend. Und Lehrer würden die Schüler viel zu selten zur Mitarbeit auffordern oder den Unterricht mitgestalten lassen.

Am zweiten Tag habe die Lehrerin dann Probleme gehabt, sich zu konzentrieren. Außerdem würden die ständigen Ermahnungen des Lehrpersonals, besser aufzupassen oder ruhig zu sein, sehr anstrengend sein. Dazu komme der Sarkasmus vieler Lehrer. Man lebe als Schüler in ständiger Angst, vom Lehrer mit Fragen bloßgestellt zu werden. Als Fazit hat Alex Wiggins erkannt, dass das Schülerleben doch härter sei, als das Lehrerleben. Sie verlangt jetzt von ihrer Berufsgruppe ein Umdenken.

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