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Letzter Tag im alten Job: Herzliche Abschiedsparty oder sachliche E-Mail?

Wer eine Kündigung erhalten hat, zu einem anderen Arbeitgeber wechselt oder den alten Arbeitsplatz aus anderen Gründen verlässt, will oft als letzten Akt einen denkwürdigen Abgang hinlegen. Vor allem dann, wenn man ein gutes Verhältnis zu seinen Kollegen hatte und sich für gute Zusammenarbeit bedanken will.

Wer seine Firma aus freien Stücken verlässt und sich stets wohl gefühlt hat, sollte sich daher mit einer kleinen Feier oder einem Umtrunk persönlich verabschieden. Das ist netter als ein Abschied via E-Mail und zudem bleibt man den Kollegen in guter Erinnerung. Ein paar Dankesworte sind in diesem Fall auch angebracht. Wer stets zuvorkommend und fair behandelt worden ist, darf das auch sagen. Doch nur dann, wenn es wirklich ernst gemeint ist. Denn es ist superpeinlich, wenn alle wissen, dass der Lobgesang mit der Realität nichts zu tun hatte.

Wer zur Konkurrenz wechselt oder einen Karrieresprung macht, sollte damit nicht vor den alten Kollegen angeben. Diskretion ist eine Frage des guten Stils. Das höhere Gehalt, der Dienstwagen oder der neue Titel können schnell Neid und Missgunst entstehen. Vor seinem Weggang sollte man gewissenhaft die Übergabe organisieren. Falls bereits ein Nachfolger feststeht, kann am ihn noch in alle wichtigen Abläufe einarbeiten. Falls noch keiner gefunden wurde, empfiehlt es sich, ein Übergabeprotokoll zu schreiben, in dem alle wichtigen Aufgaben dokumentiert sind.

Eine Entlassung ist eine unschöne Sache und trifft Angestellte hart. Trotzdem sollte man bei aller Enttäuschung im Ernstfall sachlich und fair bleiben. Wer bis zur Freistellung freundlich und professionell bleibt, legt einen würdevollen Abgang hin, der so manchem Vorgesetzten zu denken geben wird.

Wer sich bei seinem Abgang aus guten Gründen für die E-Mail-Variante entschieden hat, sollte die Abschiedsworte nicht an alle 1.000 Mitarbeiter des Unternehmens schicken. Besser ist, einen Verteiler mit ausgewählten Kollegen in alphabetischer Reihenfolge zu erstellen, damit sich niemand durch einen hinteren Platz in der Adresszeile beleidigt fühlt.

Quelle: fem.com
Bild: Filipe Saraiva (Flickr)

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