Excite

Liebe am Arbeitsplatz: Vorsicht vor dem Flittchen-Faktor

Zwischen Kantine, Kopierer und Kaffeeküche kommen sich Kollegen oft sehr nahe. Kein Wunder, schließlich verbringt man fünf Tage pro Woche mindestens acht Stunden miteinander und kommt sich dadruch fast zwangsläufig näher. Mittlerweile bahnt sich bereits jede fünfte Ehe am Arbeitsplatz an.

Laut einer Umfrage der Online-Jobbörse Jobscout24 unter mehr als 1.100 Beschäftigten halten 45 Prozent der Befragten einen Flirt im Büro für zulässig. Fast jeder Vierte hatte mindestens einmal eine Affäre am Arbeitsplatz. Doch die Liebe unter Kollegen birgt Stolperfallen. Deshalb sollte man einige Regeln beachten, auch wenn die Hormone voll zuschlagen.

Zärtlichkeiten für den Feierabend aufsparen: Um Getuschel und wilde Spekulationen seitens der Kollegen zu vermeiden, sollte man seine Beziehung besser nicht geheim halten. Angriff ist die beste Verteidigung. Allerdings ist auch nach der öffentlichen Bekanntgabe eine gewisse Zurückhaltung geboten. Zärtlichkeiten haben am Arbeitsplatz nichts verloren! Damit sollte das Paar bis zum Feierabend warten!

Den Chef informieren: Viele Arbeitnehmer sind der Auffassung, dass es den Vorgesetzten nichts angeht, wenn sich Kollegen ineinander verlieben. Dies ist jedoch nur bis zu einem gewissen Grad korrekt. Zwar kann der Chef seinen Mitarbeitern keine privaten Beziehungen verbieten, aber er kann das Pärchen in getrennte Abteilungen versetzen lassen, um Ablenkungen oder böses Blut innerhalb des Teams zu vermeiden. Eine Kündigung ist nur dann gerechtfertigt, wenn Arbeitsabläufe oder der Betriebsfrieden durch die Beziehung selbst oder eine Trennung nachhaltig beeinträchtigt wird.

Bei Betriebsfeier standhaft beleiben: Fast jeder kennt Geschichten, in denen es auf Betriebsfeiern heiß her ging. Einmal zu tief ins Glas geschaut – und schwupps mit dem Kollegen öffentlich rumgeknutscht oder gar im Bett gelandet. haben. Abgesehen davon, dass beide Szenarien ein eher fragwürdiges Licht auf die Betroffenen werfen, könnte ein solches Verhalten auch den Ruf bei Mandanten bzw. Kunden schädigen, die bei guten Geschäftsbeziehungen häufig bei Betriebsfeiern zugegen sind. Gleichzeitig führen solche One Night Stands vielfach zu Konflikten zwischen den Beteiligten oder zu üblem Tratsch im Kollegenkreis, der das Betriebsklima nachhaltig vergiften kann.

Finger weg von verheirateten Kollegen: Nicht nur Singles finden ihren zukünftigen Partner oft am Arbeitsplatz. Auch liierte oder verheiratete Arbeitnehmer verlieben sich mitunter in Kollegen. Bevor man sich mit einem gebundenen Kollegen einlässt, sollte dieser jedoch seine vorherige Beziehung beendet haben. Andernfalls kann es dem neuen Partner leicht passieren, dass er/sie unfreiwillig den Status eines/einer Geliebten einnimmt.

Flittchen-Faktor: Während bei Frauen das Ansehen nach einem Fehltritt auf der Betriebsfeier leidet, werden Männer häufig als tolle Hechte oder Womanizer bewundert. Die "abgeschleppte" Dame wird hinterher nicht mehr von den männlichen Kollegen respektiert und von den weiblichen Mitarbeiterinnen oft als Flittchen eingestfut. Kommt es zu einer Affäre zwischen Sekretärin und Chef, spielt der Neidfaktor der Kolleginnen eine große Rolle. Der betreffenden Dame wird dann unterstellt, dass sie nur auf einen höheren Posten oder ein besseres Gehalt aus ist.

Quelle: focus.de, stern.de
Bild: DracoFlameus (Flickr)

Deutschland - Excite Network Copyright ©1995 - 2017