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Lohnt sich ein Nebenjob im Alter?

Immer mehr Menschen müssen einen Nebenjob im Alter annehmen, weil ihre Rente nicht zum Leben reicht. Für die nächsten Jahre ist damit zu rechnen, dass dieser Trend noch zunehmen wird. Helmut Uder vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) Nord prognostiziert für die nahe Zukunft ein extremes Rentenproblem: 'Im Norden gibt es derzeit 180 000 geringfügig Beschäftigte, die jetzt wenig Auskommen haben und für die es in einigen Jahren auch nur zu einer Miniaturrente reichen wird.'

Da es gerade für Menschen, die ohnehin schon ein geringes Einkommen haben, nahezu unmöglich ist, in die private Altersvorsorge zu investieren, bleibt oft nichts als der Nebenjob im Alter. Allerdings gilt hier zu bedenken, dass der Nebenverdienst zu Abstrichen beim eigentlichen Rentenbezug führen kann, wenn man noch keine 65 Jahre alt ist.

Wenn man eine vorgezogene Altersrente, Erwerbsminderungs- oder Hinterbliebenenrente bezieht, wird das durch einen Nebenjob erzielte Einkommen unter Umständen auf die Rentenhöhe angerechnet. Das gilt nicht, wenn es sich beim Nebenjob im Alter um einen Minijob handelt – in dem Fall wird die Rente voll ausbezahlt. Wenn aber das Nebeneinkommen regelmäßig über 400 Euro liegt, werden Abschläge fällig.

Die genauen Regelungen hierfür können bei der Deutschen Rentenversicherung nachgelesen werden. Bei der vorgezogenen Altersrente und der Erwerbsminderungsrente, werden die Zuverdienstgrenzen aus dem individuellen versicherungspflichtigen Einkommen errechnet, das der Rentner in den drei Jahren vor Rentenbeginn bezogen hat. Dabei gilt generell: Je höher das Einkommen vor Renteneintritt, desto hoher die Zuverdienstgrenze beim Nebenjob im Alter. Wie hoch genau die Zuverdienstgrenze im Einzelfall ausfällt, teilt die Rentenversicherung im Rentenbescheid mit.

Quelle: news.de, ln-online.de
Bild: Rainer Sturm (Pixelio)

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