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Medizinstudium: Neuer Test soll Zugang erleichtern

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Der Zugang zum Medizinstudium soll mit einem neuen Test und unabhängig von guten Schulnoten oder reichen Eltern erleichtert werden.

Bisher war es so, dass für ein Medizinstudium ein hervorragendes Abitur oder einflussreiche und reiche Eltern nötig waren, diese Ungleichheit soll nun ein Test abschaffen. In Zukunft sollen auch Abiturienten, die nicht so gut abgeschnitten haben oder keine Mitglieder einer gut betuchten Familie sind, den Zugang zum Medizinstudium erhalten.

Dafür müssen sie aber bei dem Test gut abschneiden. Und dort wird kein Fachwissen verlangt, sondern medizinische und naturwissenschaftliche Fragen gestellt. Der "Test für medizinische Studiengänge" (TMS) soll herausfiltern, wer das Zeug zu einem guten Arzt hat, dies aber mit einem eher mittelmäßigen Abitur aber bisher nicht unter Beweis gestellt hat.

Entwickelt hat den Test der Psychologe Alexander Zimmerhofer. Wer sich den Fragen stellen möchte, hat nur eine Chance, danach steht das Ergebnis. Die einmaligen Kosten für diesen Test betragen 50 Euro. Jeder, der mit einem guten Ergebnis abschneidet, soll damit seine Chance auf einen Studienplatz für Medizin erhöhen.

Den Test praktikzieren bereits 17 Universitäten, die damit jedem Abiturienten die Chance auf ein Medizinstudium geben wollen. Zimmerhofer sieht in dem TMS die Zukunft für das Ärztewesen: "Ich glaube, es ist schlecht für Deutschlands Kranke, wenn wir die angehenden Mediziner nur aufgrund der schulischen Leistungen aussuchen." Unabhängig vom Abi sollen "tolle Typen gefunden werden.

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