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Was genau sind 400 Euro Jobs?

Ein Minijob 400 Euro ist per Definition ein geringfügiges Teilzeitarbeitsverhältnis, bei dem der Arbeitnehmer monatlich nicht mehr als 400 Euro verdient. Die Anzahl der geleisteten Arbeitsstunden spielt dabei keine Rolle. Die gesetzlichen Bestimmungen zu Minijobs sind im § 8 SGB IV „geringfügige Beschäftigungsverhältnisse“ festgehalten. In der Regel besteht für Minijobber keine Versicherungspflicht in der Renten- und Arbeitslosenversicherung, in der gesetzlichen Krankenversicherung sowie in der Pflegeversicherung.

Sozialversicherung und Minijobs

Ein 400 Euro Minijob ist nur dann nicht sozialversicherungspflichtig, wenn die monatliche Höchstverdienstgrenze nicht überschritten wird. Trotzdem muss ein pauschaler Renten- und Krankenversicherungsbeitrag auf den Arbeitslohn angerechnet werden, der zwischen 13 und 15 % liegt und vom Arbeitgeber an die Minijobzentrale abgeführt wird. Die Prozentsätze für normale Arbeitsverhältnisse liegen weit darüber, dafür muss bei einem 400 Euro Minijob kein Beitrag zur Arbeitslosenversicherung abgeführt werden.

Lohnsteuer und Minijobs

Bei der Besteuerung des Einkommens aus einem 400 Euro Minijob gibt es zwei Alternativen. Entweder die pauschale Besteuerung des Einkommens oder die Abrechnung über die Lohnsteuerkarte. In den meisten Fällen wird die Besteuerung pauschal durchgeführt – der aktuelle Steuersatz bei dieser Methode liegt bei momentan 2 Prozent. Der Betrag wird dann vom jeweiligen Arbeitgeber an die Minijobzentrale abgeführt, wobei die entstehenden Kosten für den Minijobber nicht von der Jobzentrale übernommen werden müssen.

Wie sieht es bei mehreren Minijobs aus?

Bei mehreren 400 Euro Minijobs wird die 400-Euro-Grenze überschritten und die Einnahmen aus den unterschiedlichen Tätigkeiten müssen zusammengerechnet und versteuert werden. Auch die Versicherungsfreiheit entfällt in diesem Fall. Dass gleiche gilt bei einmaligen Sonderzahlungen, die dazu führen, dass das jährliche Einkommen aus geringfügigen Beschäftigungen über 4800 Euro liegt. Dann fallen ebenfalls Steuern und Versicherungen an. Daher sollte man genau prüfen, unter welchen Voraussetzungen man mit dem 400 Euro Minijob die Einkommensgrenze überschreitet, um überraschende Steuernachzahlungen zu vermeiden.

Quelle: nebenjob.de, finanztip.de
Bild: Benjamin Klack (Pixelio)

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