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Mittagspause: Butterbrotesser verbauen sich die Kontaktpflege

Viele Arbeitnehmer vernachlässigen ihre Mittagspause sträflich. Ein grober Fehler, denn nicht nur die Gesundheit, sondern auch die Karriere kann darunter leiden.

Gerade einmal 20 Minuten Pause gönnen sich Büroangestellte am Tag. Jeder Dritte verschlingt seine Mahlzeit direkt am Schreibtisch. Dabei ist eine mittägliche Auszeit unerlässlich für Körper und Geist – auch dann, wenn man vor lauter Arbeit nicht weiß, wo einem der Kopf steht. Eine Pause entspannt und schafft gedankliche Distanz zu Alltag und Aktenbergen. Voraussetzung allerdings ist, sich vom Schreibtisch zu erheben und zu bewegen. Abwechslung und Bewegung in der Natur schaffen kognitive Freiräume, in denen man plötzlich Lösungen für Probleme finden kann, an denen man zuvor stundenlang herumgeknobelt hat.

Darüber hinaus dient die Mittagspause der Kontaktpflege. Und die wiederum ist zwingend notwendig, wenn man seine Karriere ernsthaft voranbringen möchte. Mittagspausen sind ein soziales Happening. Wer isst mit wem? Wer wird umworben? Wer unterhält die Gruppe? Über wen wird geklatscht? All das sind untrügliche Indizien für die Rangordnung im Bürogehege.

Wer sich isoliert und in der Pause zwischen Tastatur und Tacker seine Tupperdose auspackt, spart zwar Geld, gewinnt gleichzeitig aber den Ruf eines unsozialen Nerds, der an seiner Stulle mimmelt. Und mal ehrlich: Wer sich einen Kollegen vorstellt, der vor seinem Schreibtisch in ein Leberwurstbrot beißt, hat bestimmt nicht den dynamischen Aufsteiger vor Augen, der demnächst befördert wird.

Zudem verpassen die Butterbrotesser zahllose Gelegenheiten, um neue Kontakte zu knüpfen oder alte zu vertiefen. Daher sollte man das Mittagessen als Investition sehen: Es kostet maximal 90 Minuten Zeit, doch dafür erhält man ein wachsendes und immer festeres Netzwerk, interne Informationen, neue Einsichten und Freunde.

Quelle: wiwo.de
Bild: Bernt Rostad (Flickr)

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