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Montagsblues im Büro: Das Wochenende bringt den Biorhythmus durcheinander

Schon die US-Band 'The Mamas and the Papas' hat 1966 mit ihrem Hit 'Monday, Monday' das Phänomen des Montagsblues besungen. Auch heute noch befällt diese mysteriöse Verstimmung einen Großteil der Berufstätigen. Das heiß ersehnte Wochenende ist wieder vorbei und man muss früh aufstehen, im Stau zur Arbeit fahren und mindestens acht Stunden durchhalten.

Doch warum sind die Menschen ausgerechnet montags so muffelig, müde und mies gelaunt? Immerhin bezeichnen sich Dreiviertel von 885 befragten Arbeitnehmern laut einer Umfrage des Hamburger Marktforschungsinstituts Ears and Eyes als Montagsmuffel. Jeder Achte gab sogar zu, an vormittags Gespräche mit Kollegen oder Kunden möglichst zu vermeiden. Auch Vorgesetzte nerven sie dann noch stärker als sonst. Bis zur Mittagspause sind viele Angestellte montags nur psychisch anwesend.

Andere Studien kommen zu ähnlichen Ergebnissen: Forscher der London School of Economics fanden heraus, dass zu Wochenbeginn weniger geleistet wird als dienstags oder mittwochs. Bei der Zahl der Krankmeldungen ist der Montag absolute Spitze. Im angelsächsischen Raum heißt der ungeliebte Arbeitstag daher auch 'Manic Monday', weil , wie er zu mehr Rechtschreibfehlern in E-Mails führt als sonst.

Die Ursache für den Montagsblues sehen Forscher im Wochenende: Bei vielen Menschen stürzt über die freien Tage das Immunsystem ab. Während sie unter der Woche Druck und Stress ausgesetzt sind, pumpt ihr Körper zahlreiche Hormone in den Blutkreislauf, die sie eisern durchhalten lassen. Der Hormoncocktail laugt jedoch das Immunsystem aus und führt bei vielen Berufstätigen zum Kollaps an den ersten freien Urlaubstagen oder eben am Wochenende.

Ein weiterer Grund für die montägliche Erschöpfung ist aber auch im Freizeitverhalten der Arbeitnehmer zu suchen. Viele lassen es samstags und sonntags so richtig krachen oder versuchen, all das nachzuholen, was sie unter der Woche vermisst haben. Doch dieses kräftezehrende Verhalten bringt den Biorhythmus gewaltig durcheinander, so dass man montags eine Art Mini-Jetlag hat.

Das Einzige, was gegen den Montagsblues im Büro hilft, ist, seinen Biorhythmus gar nicht erst aus dem Takt geraten zu lassen und möglichst jeden Tag zur gleichen Zeit ins Bett zu gehen und aufzustehen. Auch wenn das wenig spaßig klingt.

Quelle: wiwo.de
Bild: Perfecto Insecto (Flickr)

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