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Mutterschaftsgesetz: Wer zahlt bei Beschäftigungsverbot?

Viele Fragen kommen während der Schwangerschaft auf und nicht zuletzt finanzielle. Was sagt das Mutterschaftsgesetz: Wer zahlt bei Beschäftigungsverbot?

Die Schwangere darf dann nicht mehr arbeiten - oder muss etwas anderes tun - und bekommt doch ihr volles Gehalt. Das klingt schlecht für die Arbeitgeber, lässt sich aber tatsächlich leicht kompensieren. Deswegen sind die Hürden auch etwas höher.

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Beschäftigungsverbot

Das Mutterschaftsgesetz beantwortet genau: Wer zahlt bei Beschäftigungsverbot? Letztlich: Die Krankenkasse. Das geht über mehrere Schritte.

Zunächst muss die Schwangere überhaupt einem Beschäftigungsverbot unterliegen. Das erteilt der Arzt dann, wenn die Arbeit die Schwangerschaft, die Gesundheit des Kindes oder die Mutter oder ihre Gesundheit gefährdet.

Das kann zum Beispiel bei körperlich besonders anstrengender Arbeit der Fall sein oder wenn man mit giftigen Stoffen hantiert.

Aber es gibt zum Beispiel auch vielleicht etwas unerwartete Bereiche, in denen ein Beschäftigungsverbot ausgesprochen werden kann: Eine Schwangere gefährdet sich und ihr Kind, wenn sie mit Kindern arbeitet, die eine Rötelninfektion übertragen könnten. Wenn sie nicht ausreichend geimpft ist, der Impfschutz nicht reicht oder aus anderen Gründen Sorge geboten ist, kann auch hier ein Beschäftigungsverbot für die Tätigkeit im Kindergarten, einer Kindertagesstätte oder sogar einem Vorschulkindergarten erteilt werden.

In einigen Fällen wird das Beschäftigungsverbot wegen ganz persönlicher Arbeitsplatzprobleme erteilt: Wenn die konkreten Arbeitsbedingungen problematisch für die Schwangere sind, muss der Arzt das dann ganz konkret in einem Attest ausweisen. Er muss dabei beschreiben, welche Einschränkungen (zum Beispiel zeitlich oder körperlich) bestehen und welche Tätigkeiten deswegen vermieden werden sollten.

Eine Frau kann dann vom Arbeitgeber an einer anderen Stelle im Betrieb eingesetzt werden, wenn ihr diese Tätigkeit zuzumuten ist und sie sich dadurch nicht erneut gefährdet.

Weiter bezahlt

Wer wegen des Beschäftigungsverbots nicht mehr arbeiten kann, wird trotzdem bezahlt. Und zwar nicht mit dem verminderten Krankengeld, sondern dem Durchschnittsgehalt, das sie in den drei Monaten vor Beginn der Schwangerschaft verdient hat.

Dabei regelt das Mutterschaftsgesetz auch: Wer zahlt bei Beschäftigungsverbot? Es ist nämlich nur zunächst der Arbeitgeber, der den Lohn weiter überweisen muss. Er kann das Geld dann von der Krankenkasse zurück bekommen.

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