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Bewerben und Arbeiten in Norwegen

Wer eine neue Herausforderung in einem anderen Land sucht, weil er in Deutschland keinen passenden Job findet, der sollte einen Umzug nach Norwegen ins Auge fassen. Das Land der Fjorde gehört zwar nicht zur EU, hat jedoch den höchsten Lebensstandard in ganz Europa und lockt ausländische Arbeitnehmer mit einem durchschnittlichen Bruttoeinkommen von 3.400 Euro monatlich. Da die Norweger stets auch der Suche nach qualifizierten Fachkräften sind, hat der Arbeitsmarkt viele offene Stellen zu bieten.

Um sich bei der Bewerbung in Norwegen verständigen zu können, sollte man wenigstens Englisch sprechen können – das Erlernen der norwegischen Sprache wird jedoch vorausgesetzt, falls man für längere Zeit bleiben möchte. Die Gespräche laufen in der Regel etwas ungezwungener ab als hierzulande, jedoch bestehen die Norweger darauf, persönlich mit den ehemaligen Arbeitgebern des Bewerbers zu sprechen. Daher sollten der schriftlichen Bewerbung stets Referenzen beiliegen, die Telefonnummern und Ansprechpartner des ehemaligen Arbeitgebers enthalten.

Da der norwegische Arbeitsmarkt mit einer nahezu hundertprozentigen Vollbeschäftigung glänzen kann, herrscht kein Gedränge um offene Stellen. Hat man einen Job ergattert, sollte man innerhalb der ersten 6 Monate ausreichend norwegisch lernen, was viele Arbeitgeber auch im Arbeitsvertrag festlegen. Beim Umzug und der Wohnungssuche greifen die norwegischen Arbeitgeber ihren neuen Angestellten unter die Arme – zu Beginn wird eine Unterkunft gestellt, sodass man in aller Ruhe nach einem passenden Haus für sich und die Familie suchen kann. Gerade in der verarbeitenden Industrie, im Bau- und Medizinwesen sowie im KFZ-Gewerbe suchen die Norweger permanent nach Akademikern und Fachpersonal aus dem Ausland.

Natürlich ist das Leben in Norwegen nicht ganz so billig. Wer mit dem Gedanken spielt, gen Norden auszuwandern, sollte sich schon mal an den Gedanken gewöhnen, dass die Lebenshaltungskosten knapp 50 % über dem deutschen Durchschnitt liegen. Bei einem Steuersatz von 28 % sollte jedoch genug übrig bleiben, um das hervorragende Bildungswesen und die hohe Lebenserwartung zu genießen. Hat man die Sprache erst mal erlernt, ist man ein festes Mitglied der Gesellschaft und kann auch seine sozialen Kontakte schnell ausbauen.

Da offene Stellen in Norwegen oftmals nicht ausgeschrieben werden, empfiehlt sich auch eine Initialbewerbung bei einem Unternehmen. Vakante Stellen können über die Arbeitsagentur erfragt oder im EURES-Portal für berufliche Mobilität eingesehen werden. Auch auf den Webseiten der Unternehmen und in Tageszeitungen finden sich zahlreiche Stellenangebote. Viele Arbeitnehmer erleichtern die Bewerbung durch digitale Bewerbungsbögen, die direkt auf der Homepage des jeweiligen Unternehmens ausgefüllt werden können.

Quelle: arbeits-abc.de, elchburger.de
Bild: Sarah G. (Pixelio)

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