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Online-Bewerbung: Formale Kriterien nicht lockerer als bei klassischer Bewerbung nehmen!

Klassische Bewerbungen per Post werden immer häufiger von Online-Bewerbungen verdrängt. Die Vorteile liegen auf der Hand: Digitale Bewerbungen sind schnell an der richtigen Adresse und signalisieren Aufgeschlossenheit gegenüber modernen Kommunikationsmedien. Außerdem sparen sie Papier, Porto und Kopierkosten.

Mit einer hochwertigen Mappe, edlem Papier und einer schönen Schrift kann man Personaler allerdings auf diese Weise nicht mehr beeindrucken. Außerdem lädt eine Online-Bewerbung dazu ein, schnell in einen lockeren Plauderton zu verfallen und formale Anforderungen zu vernachlässigen. Doch das rächt sich! Eine Studie des Klaus Resch Verlags hat noch vor wenigen Jahren gezeigt, dass 55% der Onlinebewerbungen nach Ansicht der befragten Personalverantwortlichen nicht dem Niveau einer schriftlichen Bewerbung entsprechen. Dabei gelten hierfür fast dieselben Grundsätze wie bei einer klassischen Bewerbung. Wer sich an folgende Regeln hält, kann nicht viel falsch machen:

Eine Initiativ-Bewerbung an "info@name-des-unternehmens.com" bringt nichts. Man sollte sich schon bemühen, den richtigen Ansprechpartner und seine E-Mailadresse herauszufinden.

Die eigene E-Mailadresse sollte seriös sein. Wer als "partymaus@hohlbirne.com" schreibt, darf sich nicht wundern, wenn er keine Antwort oder eine Absage erhält. Eine E-Mailadresse der aktuellen Firma sollte auch man nicht verwenden. Daraus könnte der potenzielle Arbeitgeber folgern, dass man private Dinge auf Firmenkosten und während der Arbeitszeit erledigt. Besser ist eine Mailadresse bestehend aus Vor- und Nachnamen.

Stellt ein Unternehmen spezielle Web-Formulare für die Online-Bewerbung bereit, sollte man diese vorgegebenen Formulare auch nutzen. Das erleichtert der Firma die Vergleichbarkeit.

Aus der Betreffzeile der Mail sollte bereits hervorgehen, um welche Stelle man sich bewirbt. Sollte sich die Bewerbung auf eine Anzeige mit Kennziffer beziehen, darf diese auf keinen Fall fehlen.

Lebenslauf und weitere Unterlagen werden normalerweise im PDF-Format versendet. Dazu sollte man ein kurzes Anschreiben im ganz einfachen Mail-Textformat verfassen, in dem man auf den Anhang verweist und die wesentlichen Punkte knapp aufführt, falls es mit den Anhängen doch Probleme gibt.

Die Dateigröße sollte den Server des Adressaten nicht zum explodieren bringen. Das Bewerbungsfoto sollte zwar gut erkennbar sein, trotzdem braucht es kein Bild in einer Auflösung von über 1000 Pixel je Seite. Auch gescannte Versionen von Arbeitszeugnissen oder sonstigen Unterlagen sollten auf Größe optimiert und nicht unbearbeitet eingebunden werden.

Innerhalb des PDFs sollte eine einheitliche Schriftart verwendet werden, möglichst Times New Roman, Arial oder Helvetica. Nur diese sind auf fast allen Rechnern installiert.

Quelle: studis-online.de
Bild: dbdbrobot (Flickr)

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